Es ist die bislang grösste Investition des Konzerns in dem Land, teilte AstraZeneca am Donnerstag anlässlich eines Besuches von Grossbritanniens Premierminister Keir Starmer in Peking mit.
Die Ankündigung ist das bislang grösste Wirtschaftsabkommen der Reise und unterstreicht Londons Bemühungen, die Beziehungen zu China zu vertiefen. Starmer wertete das Engagement als Gewinn für Grossbritannien und verwies auf positive Effekte für Wachstum und Arbeitsplätze im Heimatmarkt.
China ist für AstraZeneca nach den USA der zweitgrösste Markt und steuert rund zwölf Prozent zum Konzernumsatz bei. Der Pharmariese ist dort seit mehr als 30 Jahren aktiv und nach eigenen Angaben der grösste ausländische Arzneimittelhersteller – trotz Rückschlägen wie der Festnahme des China-Chefs im Jahr 2024. Ein Schwerpunkt der neuen Investitionen liegt auf Zukunftstechnologien wie Zelltherapien und Radiokonjugaten.
Nach der Übernahme von Gracell Biotechnologies will AstraZeneca als erstes globales Pharmaunternehmen vollständige Zelltherapie-Kapazitäten in China aufbauen. Zudem sollen Produktionsstandorte unter anderem in Wuxi, Taizhou, Qingdao und Peking erweitert werden.
Die Werke beliefern China und rund 70 weitere Märkte. Die Zahl der Beschäftigten in der Volksrepublik soll auf mehr als 20.000 steigen. China gewinnt für die Branche zunehmend an Bedeutung als Quelle neuer Wirkstoffkandidaten. Während AstraZeneca seine Präsenz ausbaut und zahlreiche Partnerschaften mit chinesischen Biotechfirmen geschlossen hat, ziehen sich einige Wettbewerber wegen Preisdrucks und wirtschaftlicher Unsicherheiten aus dem Markt zurück.

