Mit der Übernahme für bis zu 14,3 Milliarden Pfund (16,7 Milliarden Euro) beugt sich der britische Lagerhallen-Vermieter dem Druck von Investoren wie APG Asset Management, der norwegischen Zentralbank und CCLA, die auf Fusionsgespräche gepocht hatten. «Prologis und Segro sind der Ansicht, dass der Zusammenschluss den Segro-Aktionären eine überzeugende Chance bietet», teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Zum Stichtag Montag belief sich die gemeinsame Marktkapitalisierung von Prologis und Segro auf mehr als 152 Milliarden Dollar.
Die Übernahme zählt zu den grössten ausländischen Akquisitionen eines börsennotierten britischen Unternehmens. Die Segro-Aktie legte nach der Ankündigung um knapp ein Prozent zu, notierte aber weiterhin unter dem gebotenen Preis. Die Papiere von Prologis gaben im vorbörslichen US-Handel um 1,5 Prozent nach.
Segro, das europaweit über eine Fläche von rund 10,9 Millionen Quadratmetern verfügt, hatte zuvor drei Angebote von Prologis abgelehnt. Investoren hatten die Unternehmen jedoch zu weiteren Gesprächen gedrängt, da sie in einer Fusion einen erheblichen Wert sahen. Die nun vereinbarten Konditionen sehen eine Kombination aus Prologis-Aktien und einer Bar-Option von bis zu 3,5 Milliarden Pfund vor. Beide Konzerne sind stark im Geschäft mit Lagerhallen und bauen zudem ihr Angebot an Rechenzentren aus, um von dem Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) zu profitieren. Zu den Kunden von Prologis zählen unter anderem Amazon, FedEx und UPS.
(Reuters)

