Die Aktie von Holcim kostet am Dienstag 77,86 Franken und damit 0,35 Prozent mehr als am Vortag. Das ist so viel wie letztmals im Februar 2026, bevor der Titel zwischenzeitlich auf 61 Franken gefallen war. Daher rührt auch die nach wie vor negative Jahresbilanz von 0,36 Prozent.
Antrieb gibt die neue Schätzung von Kepler Cheuvreux. Der Analyst erhöht das Kursziel für Holcim auf 90,25 von 84 Franken und belässt die Einstufung auf «Buy». Behält er mit seiner Annahme Recht, würde die Aktie wieder nahe dem Preis notieren, den sie vor der Amrize-Abspaltung inne hatte. Damals kostete Holcim rund 96 Franken.
Vier weitere Experten erachten Kurse von 90 Franken als realistisch. Die UBS vergibt mit 93 Franken das höchste Kursziel. Auch das durchschnittliche Kursziel, welches nach der Abspaltung bei 67,25 Franken lag, hat sich mittlerweile auf 82 Franken hochgearbeitet. 16 Kaufempfehlungen überwiegen zehn Halten-Ratings.
Die Holcim-Aktie habe sich seit Jahresbeginn deutlich besser entwickelt als die meisten Wettbewerber, schreibt der Kepler-Chevreux-Experte. Ausschlaggebend seien die starke operative Entwicklung sowie die anhaltende Zuversicht in die Fähigkeit von Holcim, höhere Kosten durch Preisanpassungen auszugleichen, gewesen. Unterstützt worden sei dies durch Preissetzungsmacht, den Einsatz alternativer Brennstoffe und recycelter Materialien sowie KI-Initiativen, so der Analyst.
Dementsprechend seien seine Erwartungen an einen guten organischen Fortschritt im zweiten Quartal gestiegen. Er erwartet demnach ein deutliches Wachstum des wiederkehrenden EBIT auf vergleichbarer Basis in den Folgejahren sowie niedrigere Eigenkapitalkosten.
(cash)
