Der Gewinn je Aktie sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über ein Drittel auf 1,29 US-Dollar, teilte das Unternehmen Honeywell am Donnerstag in Charlotte mit. Grund dafür waren etwa Umschuldungen, der Konzernumbau und damit verbundene Wertminderungen bei zum Verkauf stehenden Geschäftsteilen. Ein weiterer Aspekt davon ist nun beschlossene Sache: Honeywell kündigte an, sein Logistikgeschäft etwa zur Automation von Warenlagern (WWS) an die US-Beteiligungsgesellschaft American Industrial Partners zu verkaufen. Die Honeywell-Aktie fiel im vorbörslichen US-Handel fast 8 Prozent.
In dem Lagerlogistik-Bereich hatte Honeywell 2025 rund 935 Millionen Dollar Umsatz erzielt. Was American Industrial Partners nun bezahlt, ist nicht bekannt. Es handele sich um ein reines Bargeschäft, hiess es am Donnerstag. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, genau wie der am vergangenen Montag verkündete Verkauf des Geschäfts zur Industrie-Automation (PSS), in dem etwa Barcode-Scanner und Drucker angeboten werden.
Derweil stieg der Konzernumsatz von Honeywell im ersten Quartal im Jahresvergleich um zwei Prozent auf gut 9,1 Milliarden Dollar (7,8 Mrd Euro). Das war weniger als Analysten erwartet hatten. Der operative Gewinn sank um 14 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Dollar. Der bereinigte operative Gewinn verbesserte sich überraschend stark um 11 Prozent auf 2,45 Dollar je Aktie, was neben den hier ausgeklammerten Wertminderungen auch auf eine geringere gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl zurückzuführen ist. Unterm Strich brach der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um fast die Hälfte auf 821 Millionen Dollar ein.
(AWP)

