Ausblick gesenktMetall Zug lahmt operativ in der ersten Jahreshälfte

Die Industriegruppe Metall Zug hat im ersten Halbjahr den Umsatz gesteigert, jedoch ein geringeres Betriebsergebnis erzielt.
21.08.2017 07:58
Das Logo von V-Zug, einer Sparte von Metall Zug.
Das Logo von V-Zug, einer Sparte von Metall Zug.
Bild: youtube

Der Ausblick für das Gesamtjahr fällt etwas pessimistischer als bisher aus. Der Umsatz stieg brutto um 0,9 Prozent auf 445 Mio CHF, wobei sich das organische Wachstum in Lokalwährungen auf 0,3 Prozent belief. Die Akquisitionen trugen 0,8 Prozent und der Währungseffekt -0,2 Prozent zum Umsatzwachstum bei, wie das Unternehmen am Montag mitteilt.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT sank hingegen um rund 11 Prozent auf 28,2 Mio. Dank eines hohen Finanzergebnisses von 14,4 Mio resultierte unter dem Strich ein Reingewinn von 33,8 Mio nach 23,9 Mio in der Vorjahresperiode. Die Performance der Wertschriftenanlagen sei hierfür hauptverantwortlich gewesen, schreibt Metall Zug weiter.

Prognosen teilweise verfehlt

Mit den vorgelegten Zahlen hat Metall Zug die Vorgaben der Analysten beim Umsatz leicht übertroffen, beim EBIT klar verfehlt und beim Reingewinn genau getroffen. Die von AWP befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 443,9 Mio CHF, einem EBIT von 32,7 Mio und einem Reingewinn 33,8 Mio gerechnet.

Im Geschäftsbereich Haushaltapparate (u.a. V-Zug) ging der Umsatz um 3,7 Prozent auf 275 Mio CHF zurück und der EBIT um 19 Prozent auf 26,5 Mio. Als Grund werden substanzielle Aufwendungen für das künftige organische Wachstum genannt. Dazu zählen etwa Investitionen in das neue Produktions-, Montage- und Entwicklungsgebäude Mistral auf dem Stammareal der V-ZUG oder Digitalisierungsinitiativen.

Tieferes Betriebsresultat avisiert

Der Bereich Infection Control (Belimed) steigerte dem Umsatz um 5,2 Prozent auf 87,3 Mio CHF, während sich der Verlust auf Stufe EBIT auf 10,1 Mio von zuvor 13,0 Mio verringerte. Die Verlagerung der Produktion nach Slowenien sei planmässig verlaufen und abgeschlossen worden. Eine routinemässig durchgeführte Inspektion der US-Gesundheitsbehörde FDA bei Belimed in Zug sowie die SAP-Einführung in Grosuplje (Slowenien) habe hohe Ressourcen erfordert, heisst es weiter.

Weiter gewachsen ist Wire Processing (Schleuniger) mit einem Umsatzplus von 14 Prozent auf 84 Mio CHF. Der EBIT ging hier um 6,9 Prozent auf 11,1 Mio zurück. Die tiefere Rentabilität hänge direkt mit dem laufenden Strukturaufbau zusammen, schreibt Metall Zug.

Beim Ausblick auf das laufende Jahr rechnet das Management nun mit einem gegenüber dem Vorjahr leicht tieferen Betriebsergebnis (EBIT VJ 94,1 Mio CHF). Im März wurde noch von einem Wert im Rahmen des Vorjahres ausgegangen.

(AWP)