Der Winterthurer Automobilzulieferer Autoneum verkaufte im letzten Jahr Autoteppiche, Innenraumverkleidungen und Hitzeschutzschilder im Wert von 2,29 Milliarden Franken. Das entspricht laut einer Mitteilung vom Freitag einem Minus von 2,1 Prozent. Zukäufe ermöglichten ein anorganisches Plus von 6,3 Prozent. Organisch entwickelte sich der Umsatz mit minus 4,1 Prozent indes schwächer.

Mit den Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt, besonders beim organischen Wachstum hatten die Experten deutlich mehr erwartet.

Für die Autoindustrie zeichnet sich derweil offenbar eine gewisse Entspannung ab. Der globale Fahrzeugmarkt habe um 3,7 Prozent zugelegt, getragen insbesondere durch die Entwicklung in China. Diese Dynamik unterstreiche die Bedeutung des asiatischen Marktes für Autoneum.

Asien mit starkem Wachstum

Mit Blick auf die einzelnen Regionen zeigte sich besonders in Asien dank der Übernahme der Jiangsu Huanyu Gruppe und der Chengdu Yiqi-Sihuan Gruppe ein deutliches Wachstum. Der Umsatz sprang in Lokalwährungen um knapp 74 Prozent auf 326,4 Millionen Franken nach oben.

Derweil sank in der grössten Geschäftseinheit Europa der Umsatz um 7,6 Prozent auf 1057,1 Millionen Franken. Auch in Nordamerika ging der Umsatz zurück und zwar um 3,0 Prozent auf 805,8 Millionen. Die Region SAMEA (Südamerika, Mittlerer Osten und Afrika) erzielte indes ein primär inflationsgetriebenes Umsatzplus von 17,7 Prozent. Aufgrund der Währungsabwertungen gegen den Franken lag der Umsatz in Franken jedoch mit 117,8 Millionen unter dem Vorjahr.

Die Gewinnzahlen werden erst am 12. März vorgelegt. Autoneum gab aber bereits Hinweise auf die Gewinnentwicklung. So werde eine EBIT-Marge von «deutlich über 5 Prozent» erwartet. Zudem dürfte ein Free Cashflow von über 100 Millionen Franken erzielt werden.

(AWP)