Wegen der Belastungen im Nahen Osten blieb das organische Wachstum des Reisedetailhändlers klar unter der eigenen Zielbandbreite, auch die Profitabilität litt. An den Mittelfristzielen hält Avolta dennoch fest. Der Kern-Umsatz sank um 2,7 Prozent auf 6,44 Milliarden Franken. Organisch legte das Geschäft um 3,7 Prozent zu, wie Avolta am Donnerstag mitteilte. Der negative Währungseffekt betrug -5,7 Prozent.

Im zweiten Quartal lag das organische Wachstum nur noch bei 2,9 Prozent nach 4,7 Prozent im ersten. Die Zielbandbreite von 5 bis 7 Prozent wurde damit deutlich verfehlt.

Das Unternehmen macht dafür vor allem die geopolitischen Belastungen im Nahen Osten verantwortlich. Ohne deren Auswirkungen hätte das organische Wachstum im ersten Halbjahr 5,2 Prozent und im zweiten Quartal 4,6 Prozent erreicht. Zugleich habe sich die zugrunde liegende Geschäftsentwicklung im Verlauf des zweiten Quartals weiter verbessert.

Nahost-Konflikt drückt auch auf Profitabilität

Der Kern-EBITDA sank um 4,7 Prozent auf 583 Millionen Franken. Die entsprechende Marge ging auf 9,1 von 9,3 Prozent zurück. Der Equity Free Cashflow lag bei 207 Millionen Franken (Vorjahr: 216 Millionen Franken). Der Kern-Reingewinn sank um 11,1 Prozent auf 201 Millionen Franken.

Auch bei der Profitabilität verweist Avolta auf temporäre Belastungen durch den Nahost-Konflikt sowie auf den Hochlauf neuer Standorte, insbesondere an den Flughäfen New York JFK und Shanghai Pudong. Ohne diese Effekte hätte die Kern-EBITDA-Marge laut Unternehmen bei rund 9,5 Prozent gelegen.

Beim organischen Wachstum wurden die Erwartungen der von AWP befragten Analysten erreicht, auch die Kern-EBITDA-Marge entsprach dem Konsens. Der Equity Free Cashflow lag über dem AWP-Konsens.

Ausblick bis 2027 bestätigt

Mit Blick auf das zweite Halbjahr zeigt sich Avolta zuversichtlich. Das Unternehmen erwartet, dass die Auswirkungen des Nahost-Konflikts nur vorübergehend sind und rechnet mit weiteren Fortschritten beim Hochlauf der Standorte JFK und Pudong.

Im Juli beschleunigte sich das organische Wachstum den Angaben zufolge wieder auf 4,1 Prozent respektive 4,8 Prozent ohne den Nahost-Effekt. Zudem stehe der Abschluss der Übernahme von DFS Okinawa in Japan unmittelbar bevor. Laut Unternehmen soll diese sofort gewinnsteigernd wirken.

Die Ziele bis 2027 wurden bestätigt: Bis 2027 wird ein jährliches organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent sowie eine jährliche Steigerung der Kern-EBITDA-Marge um 20 bis 40 Basispunkte angepeilt.

(AWP)