Mit dem Wechsel in der Rechnungslegung verliere die Baloise weder an Substanz noch an Ertragskraft, hielt die Gruppe am Donnerstag in einer Mitteilung fest. Die Solvenz bleibe mit einer SST-Quote von 240 Prozent per Anfang 2023 weiter stark und die Barmittelgenerierung als Basis für Dividendenzahlungen unverändert gut.
Allerdings lösen die IFRS-Anpassungen Veränderungen in der Erfolgsrechnung aus. Neu beziffert die Baloise den Konzerngewinn 2022 mit 245 Millionen Franken aus. Um Sondereffekte im Nichtlebengeschäft bereinigt wären es 343 Millionen. Nach alten IFRS-Standards hatte die Baloise im März noch ein Konzerngewinn von 548 Millionen gemeldet.
Im Gewinn künftig nicht mehr enthalten sind Ertragskomponenten, die im "übrigen Gesamtergebnis" abgebildet sind oder in der neuen Bilanzkennzahl Contractual Service Margin (CSM). Diese bildet die zukünftigen Gewinne im Lebengeschäft ab und belief sich per Ende 2022 auf rund 5,4 Milliarden Franken. Ein Jahr zuvor wurde noch ein Wert von 6,0 Milliarden genannt.
An den bis 2025 gesetzten Zielen hält die Baloise fest. Bei der Barmittelgenerierung etwa wird von 2022 bis 2025 unverändert mit kumuliert mindestens 2 Milliarden Franken gerechnet. Die Baloise wird erstmalig am 20. September im Rahmen der Vorlage ihrer Halbjahreszahlen nach IFRS 17/9 berichten.
(AWP)
