Der Schweizer Vermögensverwalter EFG International hat im ersten Halbjahr 2026 weniger verdient. Höhere Kosten ‌und ⁠der ausbleibende Sonderertrag des Vorjahres drückten den Gewinn ⁠auf 184,6 (Vorjahresperiode 221,2) Millionen Franken, wie EFG am Mittwoch mitteilte. Im ‌ersten Semester 2025 hatte eine rund ‌45 Millionen Franken schwere Vergleichszahlung ​von einem taiwanischen Versicherer zu einem Rekordgewinn geführt. Getragen von der guten Entwicklung der Finanzmärkte, einer günstigen Fremdwährungsentwicklung und neu eingeworbenen Kundengeldern kletterten die verwalteten Vermögen im Vergleich ‌zum Wert von Ende 2025 um 6,2 Prozent auf 196,3 Milliarden Franken.

EFG sammelte bei reichen Privatkunden netto 5,7 ​Milliarden Franken an neuen Geldern ein. Gutes ​Wachstum verbuchte die Bank insbesondere ​in Kontinentaleuropa, dem Nahen Osten und der Region Asien/Pazifik. Auf das ‌Jahr hochgerechnet entspreche dies einer Wachstumsrate von 6,2 Prozent. Dies liegt leicht über den jährlich angestrebten vier bis ​sechs ​Prozent. Rivale Julius Bär hatte ⁠am Vortag ein Plus von ​2,2 Prozent gemeldet. Der ⁠grösste reine Vermögensverwalter für Reiche und Superreiche der ‌Schweiz ist dabei, sich von Kunden aus Hochrisiko-Ländern oder sensiblen Branchen zu trennen, die dem ‌Institut Probleme eintragen könnten. EFG-Konzernchef Giorgio Pradelli ​bestätigte die mittelfristigen Ziele.

(Reuters)