Dank Kostensenkungen ‌und einem ‌florierenden Geschäft mit strukturierten Produkten kletterte der Gewinn um fünf Prozent auf 280 Millionen Franken, wie das Institut am Freitag mitteilte. Analysten hatten in einer von der Gesellschaft selbst erhobenen ​Umfrage dagegen mit einem Rückgang auf 242 Millionen Franken ‌gerechnet.

Den Kosten-Ertrags-Satz verbesserte das Geldhaus auf ‌74,2 (Vorjahr 74,7) Prozent und näherte sich damit dem Zielwert von unter 72 Prozent an. «2025 war ein erfolgreiches Jahr für Vontobel, trotz des zweifachen Gegenwinds aus niedrigeren Zinsen und einem schwächeren US-Dollar», erklärten die Co-Chefs Christel Rendu de Lint und Georg Schubiger. «Wir haben ⁠unsere Erträge gesteigert, unsere Kosten gesenkt und gleichzeitig weiter in Wachstumsbereiche investiert.»

Vontobel sammelte Neugeld von insgesamt 4,2 Milliarden Franken ein. Damit kam die Gesellschaft auf eine Wachstumsrate von 1,8 Prozent ​und verfehlte die eigene mittelfristige Zielsetzung von vier bis sechs ‌Prozent. Während dem Institut von vermögenden Privatkunden 5,8 ‍Milliarden Franken zuflossen, zogen die im Bereich Institutional Clients zusammengefassten Kunden wie Fonds und Pensionskassen weitere 1,6 ​Milliarden Franken ab. 2024 hatten sich die Abflüsse in dem Geschäft noch auf 2,9 Milliarden Franken belaufen.

Vontobel teilte zudem mit, dass die in einem Aktionärspool zusammengeschlossenen Familienvertreter den Aktionärsbindungsvertrag um ‌zehn Jahre bis Ende 2026 verlängerten. Die Mitglieder ⁠in dem Pool, die 50,87 Prozent der Aktienstimmen auf ‌sich vereinen, sind verpflichtet, an Generalversammlungen gemäss den gemeinsamen Beschlüssen zu stimmen. Dies verhindert faktisch eine feindliche Übernahme ‍der Bank. «Mit dieser Neustrukturierung des Aktionärbindungsvertrags bekräftigen die Pool-Aktionäre ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen und seiner langfristigen Entwicklung», hiess es weiter.

Neuer Risiko-Chef wird zum 1. ​März Thomas Hirschi, der früher Chef des Bankenbereichs bei der Schweizer Finanzmarktaufsicht ‍Finma war. Im Dezember hatte Risiko- und Finanzchef Thomas Heinzl seinen Rücktritt angekündigt, um Chef der Privatbank Quintet zu werden. 

(Reuters)