Der grösste Schokoladenhersteller der Welt hat zwar bei seinen Verkaufsvolumen im ersten Quartal 2025/26 die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Gleichzeitig kündigte der Zürcher Konzern aber einen abrupten Chefwechsel an. Um 9,23 Uhr steigt der Kurs in einem wenig veränderten Gesamtmarkt um 4,7 Prozent auf 1307 Franken. Die Aktie kletterte dabei mit 1345 Franken zeitweise auf dem höchsten Stand seit Ende November 2024.

Vontobel-Analyst Mateo Lindauer begrüsste vor allem den CEO-Wechsel, der überfällig gewesen sei. Das Vertrauen in die bisherige Führungsspitze sei seit rund einem Jahr erodiert. Die Ernennung des ehemaligen Unilever-Chefs Hein Schumacher sei eine kleine Sensation. Mit dem Niederländer übernehme ein in der Branche und bei Investoren hoch angesehener Manager die Führung. Er müsse jetzt das Vertrauen der Investoren und der Mitarbeiter zurückgewinnen.

Die Geschäftszahlen von Barry Callebaut fielen gemischt aus. Zwar habe der Schokoladenkonzern im ersten Quartal 2025/26 einen stärkeren Volumenrückgang als erwartet verzeichnet, belastet durch schwache Nachfrage und operative Störungen durch den Ausfall einer Fabrik in Kanada, urteilte der Vontobel-Analyst. Gleichzeitig wertet er die bestätigte Guidance als positiv und sieht ermutigende Signale beim Kakaopreis.

ZKB-Analyst Daniel Bürki befand zudem, dass der Gegenwind von der Währungsfront nicht so stark gewesen sei wie befürchtet. Auch die Preiserhöhungen seien kräftiger ausgefallen als erwartet. Deshalb habe der Umsatz trotz der schwachen Volumenentwicklung stärker zugelegt als im Durchschnitt von Analysten prognostiziert.

(AWP)