Die Aktie von Barry Callebaut verlor am Donnerstag 16 Prozent und fiel auf den tiefsten «Stand seit Anfang November 2025. Der vom Unternehmen neu in Ausblick gestellte EBIT-Rückgang kambei den Anlegern nicht gut an. Bis dato hatte Barry Callebaut ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich versprochen.
Die Aktie rappelt sich am Freitag langsam auf. Nach Anfangsverlusten von 2 Prozent steht der Titel aktuell 0,6 Prozent höher, obwohl einige Analysten ungnädig reagieren. Kepler Cheuvreux etwa ging bei der Anlageempfehlung auf Reduce und kürzte das Kursziel auf 1000 von zuvor 1300 Franken. Die Bank of America senkte ebenfalls auf 1000 (1140) Franken.
Barry Callebaut hat die Lage im Nahen Osten als Belastung für das Geschäft und den Ausblick bezeichnet. Der Niederländer Hein Schumacher, seit 80 Tagen als CEO tätig, hat beim weltgrössten Schokoladehersteller zudem «erhebliche strukturelle Probleme» ausgemacht. Die Kombination aus internen Schwächen und externen Belastungen habe einen «perfekten Sturm» gebildet.
Der neue Chef hat seiner Firma daher ein neues Programm verordnet, in welchem der Fokus und Disziplin gestärkt und den Kunden wieder in den Mittelpunkt gestellt werden soll.
Anleger sind nun gespannt, ob sich die Aktie am Freitag vom Absturz erholen kann.
Schumacher gilt als Topshot der Lebensmittelindustrie mit mehr als 25-jähriger Erfahrung. Von 2023 bis 2025 war er CEO des britischen Konsumgüterkonzerns Unilever, wo er einen wachstums- und margenorientierten Kurs verfolgte. Zuvor bekleidete er Spitzenpositionen unter anderem bei Royal Friesland Campina und Heinz.
(cash/AWP)
