Die US-Förderinitiative "Combating Antibiotic-Resistant Bacteria Biopharmaceutical Accelerator" (CARB-X) habe dem Unternehmen weitere 6 Millionen US-Dollar zugesprochen, teilte Basilea am Donnerstag mit.

Das Förderprogramm widmet sich der Frühphasenentwicklung von neuen antibakteriellen Wirkstoffen. Im März hatte Basilea eine Phase-I-Studie mit BAL2420 (LptA-Inhibitor) gestartet und dem ersten Probanden den Wirkstoff verabreicht.

BAL2420 gehört laut Basilea zu einer der wenigen neuartigen Antibiotikaklassen in der klinischen Entwicklung. Der Wirkstoff zielt auf LptA ab, einen Bestandteil der Transportbrücke für Lipopolysaccharide, die zentral für die Struktur von gramnegativen Bakterien ist. Für LptA-Inhibitoren wurde demnach sowohl im Labor als auch im Körper eine starke und schnelle bakterienabtötende Wirkung gegen gramnegative Bakterien der Enterobacteriaceae-Familie wie E. coli und K. pneumoniae beobachtet. Darunter sind Stämme, die gegen Betalaktame und Colistin, ein Antibiotikum, das als letzte Therapiemöglichkeit angesehen wird, resistent sind.

CARB-X unterstützt dem Communiqué zufolge die Entwicklung von BAL2420 seit 2020 und hat das Projekt vom "Hit-to-Lead-Stadium" bis in die "First-in-Human-Studie" vorangebracht. Die beschriebenen Forschungsarbeiten wurden von CARB-X unterstützt. Die Finanzierung von CARB-X erfolge zum Teil mit Bundesmitteln des US-Gesundheitsministeriums.

(AWP)