Bis 2030 solle sich die operative Marge in Richtung 30 Prozent verbessern, teilte das Unternehmen am Mittwoch anlässlich seines Pharma-Medientages in Berlin mit. Zudem peilt der Konzern ab 2027 wieder ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Damit will Bayer die Umsatzeinbussen durch den abgelaufenen Patentschutz seines bisherigen Kassenschlagers, des Blutverdünners Xarelto, wettmachen.
Das Wachstum sollen fünf zentrale Medikamente tragen. Dazu zählen der Gerinnungshemmer Asundexian, das Krebsmittel Nubeqa, das Nierenmedikament Kerendia, das Herzmittel Beyonttra sowie Lynkuet gegen Beschwerden in den Wechseljahren. Grosse Hoffnungen liegen insbesondere auf dem Mittel Asundexian, das als Nachfolger für Xarelto aufgebaut wird. Bayer hatte die Ziele bereits im Januar auf einer Pharma-Konferenz in den USA vorgestellt. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz im Pharmageschäft um 1,7 Prozent auf 17,83 Milliarden Euro, währungsbereinigt ergab sich jedoch ein Plus von 1,7 Prozent. Die bereinigte operative Marge lag bei 25,4 Prozent.
«Aufbauend auf einem der bislang leistungsstärksten Pharma-Portfolios unseres Unternehmens, unserer multimodalen Pipeline und einem zunehmend KI-gestützten Betriebsmodell sind wir auf dem besten Weg, ab 2027 zu einem mittleren einstelligen Wachstum zurückzukehren und ab 2028 eine operative Margenausweitung in Richtung 30 Prozent bis 2030 zu erreichen», sagte Bayer-Vorstandsmitglied Stefan Oelrich, der Leiter der Pharma-Sparte.
Zur Bekräftigung seiner Zuversicht verwies Bayer auf ein Rekordjahr 2025 mit fünf Erstzulassungen und sechs positiven Ergebnissen aus zulassungsrelevanten Phase-III-Studien. Die verstärkte Entwicklungspipeline umfasse zudem innovative Programme in den Kernbereichen Onkologie und kardiovaskuläre Erkrankungen sowie in den Feldern regenerative Zell- und Gentherapien. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) will der Konzern zudem die Produktivität in Forschung und Entwicklung bis 2030 um 40 Prozent steigern.
(Reuters)

