Der Genfer Augenheilkundespezialist publiziert die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 am Dienstag nach Börsenschluss.
Gemäss dem AWP-Konsens, zu dem sieben Analysten beigetragen haben, dürfte der Umsatz von Alcon im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf 2,691 Milliarden US-Dollar gestiegen sein. Auf der Margenebene zeichnet sich hingegen ein Rückgang ab: Die operative Marge dürfte von 15,9 auf 14,5 Prozent sinken, die bereinigte operative Kernmarge von 20,1 auf 19,6 Prozent.
Positiv hingegen die Entwicklung beim bereinigten Ergebnis je Aktie, das von 0,72 auf 0,77 US-Dollar zulegen dürfte. Auch die Dividende je Aktie soll von 0,28 auf 0,31 US-Dollar steigen.
Beschleunigtes Wachstum und rückläufige Margen
Ferner rechnen die Analysten bei Alcon im Schlussquartal 2025 mit einer guten Umsatzentwicklung und einer Beschleunigung des Wachstums. Im Gesamtjahr dürften die Verkäufe in etwa wie vom Unternehmen prognostiziert (4 bis 5 Prozent) zugelegt haben. Als Haupttreiber sehen Analysten etwa den Bereich Equipment mit den neu lancierten Chirurgie-Technologie-Geräten «Unity VCS» und «Unity CS» sowie Vision Care (Kontaktlinsen). Und auch Ocular Health mit verschreibungspflichtigen Medikamenten dürfte zum Wachstum beigetragen haben.
Trotz des erwarteten Wachstums rechnen die Experten mit einem Rückgang der Margen, unter anderem auch aufgrund der Zollpolitik in den USA (2025 Belastung von rund 100 Millionen) sowie hoher Investitionen ins Produktportfolio. Zahlreiche Produkteinführungen dürften im Jahr 2026 für weiteres Wachstum sorgen und die Margen positiv beeinflussen. Mit Blick auf den Zahlenausweis rechnen die Analysten von JPMorgan gar mit einer positiven Überraschung. Sie setzten die Aktien auf die «Positive Catalyst Watch List».
Produkteinführungen und Zölle im Blick
Von Interesse bleiben die Entwicklungen im Produktportfolio. Nach rund zehn Einführungen im letzten Jahr, richtet sich der Blick auf den Erfolg dieser Neueinführungen, etwa der Precision-7-Kontaktlinsen oder der Unity-Geräte. Vom Erfolg der neuen Produkte hängen auch die Prognosen für das laufende Jahr ab. Mittelfristig will der Konzern über Marktraten wachsen und die Margen steigern. Allerdings wird auch 2026 mit Belastungen durch die US-Zölle im Umfang von 50 bis 100 Millionen Dollar gerechnet.
Kann sich die Aktie weiter erholen?
Seit Jahresbeginn ist der Kurs der Alcon-Aktie leicht gestiegen (Stand Dienstagmittag: +0,79 Prozent), dies nach einem Rückgang von knapp 17 Prozent im Börsenjahr 2025. Analysten sehen durchaus noch weiteres Erholungspotenzial, 24 der Auguren, also ein Grossteil, hat für die Titel eine Kaufempfehlung ausgegeben. Dem gegenüber stehen neun Empfehlungen zum Halten und eine zum Verkaufen. Dabei wird auch mit einer weiteren Erhöhung der Dividendenausschüttung gerechnet. Am Dienstagmittag notiert der Aktienkurs 0,91 Prozent höher bei 64,36 Franken.
(AWP/cash)
