«Die herausforderndste Phase» sei mit dem dritten ‌Quartal (Oktober ‌bis Dezember 2025) überstanden, erklärte Vorstandschef Kevin Plank am Freitag. Das Unternehmen aus Baltimore hatte seinen Sparkurs im vergangenen Jahr verschärft. Nach einem unerwarteten bereinigten Quartalsgewinn hob Under Armour ​nun die Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 an: ‌Der bereinigte Gewinn je Aktie soll ‌zehn bis elf US-Cent erreichen statt der bisher erwarteten drei bis fünf Cent. Der Umsatz werde nur um vier Prozent auf knapp fünf Milliarden Dollar schrumpfen; bisher war von einem Rückgang um bis zu fünf Prozent die Rede.

Under Armour hat ⁠sich vorgenommen, weniger Rabatte zu geben und sich in Kategorien wie Training, Laufen und Mannschaftssport auf das höhere Preissegment zu konzentrieren. Doch das brauche Zeit, Under Armour müsse ​eine schwierige Balance schaffen, so dass die neue Luxus-Strategie nicht zu ‌Lasten der auf dem Markt befindlichen billigeren Kollektionen ‍gehe, sagte Third-Bridge-Analyst Patrick Ricciardi. Dabei machen Under Armour zudem die US-Einfuhrzölle etwa auf Waren aus ​Vietnam und Indonesien zu schaffen, wo die meisten Sportartikelhersteller produzieren lassen. Im laufenden Geschäftsjahr werde dies das Unternehmen rund 100 Millionen Dollar kosten, die Bruttomarge soll um 1,9 Prozentpunkte fallen.

Im ‌dritten Quartal sank der Umsatz um fünf ⁠Prozent auf 1,33 Milliarden Dollar, Analysten hatten mit ‌mehr als sechs Prozent gerechnet. Bereinigt um die Sanierungskosten fiel ein Gewinn je Aktie von neun Cent an; ‍erwartet worden war ein Verlust von zwei Cent. Das trieb die um 40 Prozent eingebrochene Aktie vorbörslich um vier Prozent nach oben. Weil ​die Sanierung teurer wird als bisher gedacht, rechnet Under Armour ‍für das Gesamtjahr aber mit einem höheren operativen Verlust von 154 (bisher: 56 bis 71) Millionen Dollar.

(Reuters)