Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf erwartet nach einem Minus im ersten Halbjahr nun ‌2026 ⁠einen Umsatzrückgang und weniger Gewinn. Beiersdorf rechne mit ⁠einem organischen Umsatzminus im niedrigen einstelligen Prozentbereich für die ‌Sparte Consumer mit der Marke ‌Nivea sowie auch ​für die gesamte Gruppe, teilte der Konzern am Montag mit. Für die Gewinnmarge (Ebit-Marge vor Sondereffekten) im Konzern erwartet Beiersdorf nun mindestens 11,8 Prozent. ‌Zuvor hatte der Konzern eine Marge leicht unter den 14 Prozent des Vorjahres in Aussicht ​gestellt.

Gründe für die Senkung seien ​ein weiter schwieriger Hautpflegemarkt, eine ​schlechte Konsumstimmung der Verbraucher und eine langsamer als erwartet ‌ausfallende Erholung bei Nivea. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Umsatz im Konzern um 3,5 Prozent auf ​knapp ​fünf Milliarden Euro.

Konzernchef ⁠Vincent Warnery hatte im ​März gesagt, er ⁠rechne mit einem weiter unsicheren Marktumfeld. Vor ‌allem die Kernmarke Nivea ist nach Jahren des Wachstums unter Druck geraten. ‌Die Verbraucher achten mehr auf den ​Preis und sind wählerischer geworden. Rasche Besserung sei nicht in Sicht, hatte er schon damals ‌gewarnt.

(Reuters)