Der Umsatz legte um über 20 Prozent auf 676,4 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen Belimo am Montag mitteilte. In Lokalwährungen ergab sich gar ein Plus von knapp 30 Prozent. Somit hat der Hersteller von Antrieben, Ventilen und Sensoren für Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie Klimatechnik das Tempo gegenüber dem bereits starken Vorjahr noch beschleunigt.

Trotz Zahlen über den Erwartungen verliert der Titel 3,2 Prozent auf 776 Franken, nachdem vorbörslich noch 7,6 Prozent höhere Kurse bezahlt wurden. 

Rechenzentren hätten weiterhin ein starkes Wachstum verzeichnet und die Renovationsaktivitäten hätten von den Energieeinsparpotenzialen profitiert. Lösungen zur Kühlung von Rechenzentren machten im ersten Halbjahr etwas mehr als die Hälfte des absoluten Umsatzwachstums aus. Verhalten seien hingegen die Aktivitäten im Bereich Zweckbau gewesen.

Zum «hervorragenden Ergebnis» haben laut Belimo alle drei Regionen beigetragen, wobei sich auch überall das Wachstum in Lokalwährungen beschleunigt hat.

Der Betriebsgewinn (EBIT) zog im Vergleich zum Umsatz mit einem Plus von 19,1 Prozent auf 152,5 Millionen Franken etwas unterproportional an. Entsprechend verringerte sich die Gewinnmarge um 0,3 Prozentpunkte auf 22,5 Prozent, wofür Belimo negative Währungseffekte verantwortlich macht. Die operative Hebelwirkung, Preisanpassungen und ein günstiger Produktmix hätten dies teilweise ausgeglichen.

Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 124,9 Millionen Franken, entsprechend einer Steigerung um 23,3 Prozent. Nebst dem höheren Betriebsgewinn half hier auch ein verbessertes Finanzergebnis. Die Erwartungen der Analysten wurden auf allen Ebenen übertroffen.

Weiterhin starke Dynamik erwartet

Belimo rechnet «nach den starken Ergebnissen im ersten Halbjahr für das zweite sowohl im traditionellen HLK-Geschäft als auch bei den Rechenzentren mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach Feldgeräten. In allen Marktregionen wird zudem eine weiterhin starke Dynamik erwartet.»

Eine konkrete Prognose für das Umsatzwachstum macht das Unternehmen nicht, schreibt dazu aber: «Im Vergleich zum ersten Halbjahr wird das Umsatzwachstum im Jahresvergleich - gemessen in Lokalwährungen - durch einen zunehmenden Basiseffekt sowie die Annualisierung von Preismassnahmen beeinflusst.» Im Februar wurde für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im mittleren Zehn-Prozent-Bereich in Aussicht gestellt.

Die Prognose für die EBIT-Marge lautet weiterhin über 20 Prozent, die Einschränkung «voraussichtlich» wurde indes gestrichen.

(AWP)