Die Aktien von PSP Swiss Property fallen am Dienstag nach dem verlängerten Osterwochenende kurz nach Börseneröffnung zeitweise rund 1,2 Prozent auf 159,60 Franken. Das Kursminus ist allerdings rein optischer Natur, da die Titel ex-Dividende gehandelt werden.
Bereinigt um den Dividendenabgang in Höhe von 3,95 Franken ergibt sich vielmehr ein Kursplus von rund 1,3 Prozent. Damit entwickeln sich die Papiere in einem insgesamt verhaltenen Marktumfeld überdurchschnittlich. Der Swiss Performance Index (SPI) verliert zur gleichen Zeit 0,15 Prozent auf 18’096 Zähler.
Grund für die relative Stärke sind eine Kurszielerhöhung von 145 auf 167 Franken der Privatbank Berenberg bei gleichzeitiger Bestätigung der Kaufempfehlung. Die Aktie habe sich zuletzt besser entwickelt als der Gesamtmarkt, was teilweise auf ihre Funktion als vergleichsweise sicherer Hafen in einem volatilen Umfeld zurückzuführen sei, so die Privatbank. Seit Jahresbeginn avancieren die PSP-Titel um 13 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten beläuft sich das Plus auf über 16 Prozent. Damit schlagen sie den SPI über weite Strecken deutlich.
Fundamentale Faktoren sprechen ebenfalls für den Immobilienkonzern. Die hohe Stabilität der Mieteinnahmen und die Fokussierung auf hochwertige, zentral gelegene Objekte in Städten wie Zürich und Genf dürften für weiterhin Gewinnwachstum sorgen. Zudem sei die Unternehmensstrategie trotz struktureller Veränderungen bei der Nachfrage nach Büroflächen überzeugend.
Darüber hinaus dürften die Finanzierungskosten sinken und die Gewinne steigen. Dies sollte sich positiv auf die Ausschüttungen auswirken. Entsprechend erwartet die Privatbank auch bei der Dividende kontinuierliche Erhöhungen.
Mit dieser Einschätzung steht Berenberg nicht allein da. Von elf Analysten, die PSP abdecken, empfehlen vier den Kauf, fünf raten zum Halten und zwei zum Verkauf. Die jüngsten Anpassungen fallen dabei überwiegend positiv aus: Zwei Experten haben ihr Rating um mindestens eine Stufe erhöht, ein Analyst hat es gesenkt. Bei den Kurszielen überwiegen ebenfalls die Aufwertungen: Fünf Experten haben ihre Prognosen nach oben korrigiert, nur einer nach unten.
Der Marktkonsens sieht für die nächsten zwölf Monate einen Aktienkurs von 155,90 Franken vor - was leicht unter dem aktuellen Niveau liegt. Allerdings zeigt sich hier eine breite Streuung der Einschätzungen: Die optimistischste Prognose liegt bei 185 Franken, während die vorsichtigste Schätzung 125 Franken vorsieht.
(cash/AWP)
