Solide und bisweilen über den Erwartungen haben sowohl der Generikahersteller aus Basel als auch der Dermatologiespezialist aus Zug das erste Halbjahr 2026 abgeschlossen. Im September werden beide Aktien in den Leitindex SMI aufgenommen. Sie ersetzen dort die Titel von Swisscom sowie Kühne+Nagel.
An diesem Punkt fragen Investoren, ob und allenfalls wie die aus Anlegersicht erfreulichen Börsengeschichten weitergehen können - oder ob die besten Chancen schon verpasst wurden.
Bei Sandoz sieht der Experte «starke langfristige Treiber und Chancen»: Im Fokus steht zunächst die wachstumsstarke, aber kleinere der beiden Sandoz-Sparten - Biosimilars. Diese seien für den Konzern von zentraler Bedeutung, da sie Wachstum und Margen vorantreiben, so Schneider. Zudem: «Da viele Biologika kurz vor dem Patentablauf stehen, ist die Marktchance beträchtlich.» Derweil liefern Generika die notwendigen Barmittel, wobei die beginnende Generikafizierung von Abnehmmitteln (GLP-1) nach Ansicht von Schneider eine sehr grosse Chance dargestellt - «und Sandoz ist gut positioniert, um davon zu profitieren».
Bei Galderma liegt das Augenmerk auf umsatzstarken und daher für den Konzern zentralen Produkten wie Nemluvio und Relfydess. Für beide Mittel erwartet Schneider Spitzenumsätze im einstelligen Milliarden-Dollar-Bereich. «Galderma ist strategisch in drei schnell wachsenden Konsumentensegmenten des Dermatologiemarktes mit mehreren führenden Marken positioniert», so Schneider.
Er hat Sandoz am Donnerstag von «Hold» auf «Buy» hochgestuft und das Kursziel von 75 auf 80 Franken angehoben. Damit traut er der Aktie mittelfristig einen 17,4-prozentigen Anstieg gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch zu. Das neue Rating beziehungsweise Preisziel zeigen bereits Wirkung: Die Aktie des Generikastellers zieht um 4 Prozent auf 70,95 Franken an.
Schneider geht mit einer Einschätzung zu Sandoz ein Stück über den von Bloomberg erfassten Marktkonsens hinaus. Dieser sieht das durchschnittliche Preisziel bei 71,53 Franken. Es gibt zehn Kaufempfehlungen, neun «Halten»- sowie ein «Verkaufen»-Rating.
Die Aktie von Galderma sieht der Vontobel-Analyst neu bei 200 Franken (bislang: 190 Franken). Das Rating lautet weiterhin «Buy». Das entspricht weitgehend dem Gros der Einstufungen von anderen Analysten. 18 von 20 Experten empfehlen Galderma zum Kauf; zwei sind für «Halten». Verkaufsempfehlungen gibt es keine. Das durchschnittliche Zwölf-Monate-Preisziel steht bei 201,06 Franken. Das sind 12,6 Prozent mehr als die Schlussnotiz vom Mittwoch.
Gemessen an den verschiedenen Einschätzungen sind die Chancen für Anlegerinnen und Anleger sowohl bei Sandoz als auch bei Galderma intakt.

