Insgesamt schnellten die Auslieferungen von Boeing um 72 Prozent nach oben auf 600 Maschinen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Allein im Dezember waren es 63 Flugzeuge, so viele in einem Monat wie seit 2023 nicht mehr. Allerdings hinkt Boeing damit immer noch seinem europäischen Erzrivalen Airbus hinterher, der 2025 auf 793 ausgelieferte Flugzeuge kam.
Bei den Bestellungen hat der Konzern aus dem US-Bundesstaat Washington die Nase vorne. Unter dem Strich standen 1075 Neubestellungen in den Büchern, bei Airbus waren es lediglich 889 Maschinen. Gefragt sind vor allem die Kurzstreckenmaschinen vom Typ 737 MAX, aber auch die Grossraumflugzeuge vom Typ 787 Dreamliner. Für diese Flugzeuge war 2025 das zweitbeste Jahr mit 368 Bestellungen. Nur im Jahr der Einführung 2007 wurden noch mehr Dreamliner geordert. Erst am Dienstag kaufte die US-Fluggesellschaft Delta gross ein und bestellte 30 Dreamliner, die ab 2031 ausgeliefert werden sollen.
Das starke Auftragsbuch von Boeing sei ein Vertrauensbeweis von Fluggesellschaften und Leasing-Unternehmen, sagte Scott Hamilton, Luftfahrt-Analyst bei der Beratungsgesellschaft Leeham. Dabei spiele auch eine Rolle, dass Boeing Kurzstreckenmaschinen schneller ausliefern könne als Airbus. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte Mitte Dezember erklärt, auch die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump spiele eine Rolle.

