10:00

Die schwindende Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den ‌USA ⁠und dem Iran versetzt Dax-Anleger in ⁠Alarmbereitschaft. Der deutsche Leitindex gab zur Eröffnung am ‌Dienstag um 1,3 Prozent ‌auf 24'043 Punkte nach. «Zwischen ​den USA und dem Iran gibt es weiterhin keine Fortschritte», teilte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners ‌mit. «Die Hoffnungen beruhen jetzt darauf, dass China als erfolgreicher Vermittler zwischen den Kriegsparteien agieren ​wird.»

Bei den Einzelwerten schossen ​Bayer-Aktien mit einem Plus von ​rund fünf Prozent an die Dax-Spitze. ‌Ein starkes Agrargeschäft hat dem Pharma- und Agrarkonzern zum Jahresstart überraschend viel Rückenwind ​verliehen. ​Dagegen brachen die Anteilsscheine ⁠der Münchener Rück ​zeitweise um fünf Prozent ⁠ein. Die Zahlen des Rückversicherers ‌hätten leicht unter den Erwartungen gelegen, teilte ein Analyst mit.

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09:50

Die Aktien des IT-Dienstleisters SoftwareOne sind am Dienstag mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel gestartet. Das Unternehmen hat im Startquartal nicht nur deutlich mehr umgesetzt und verdient - auch die Prognosen für das Gesamtjahr 2026 leicht angehoben. Damit hat SoftwareOne die Investoren positiv überrascht.

Gegen 09.30 Uhr rücken SoftwareOne um 9,6 Prozent auf 7,90 Franken vor, während der Gesamtmarkt (SPI) um 0,6 Prozent nachgibt. Damit können sich die Titel weiter vom Jahrestief von Mitte April (5,83 Fr.) absetzen, während das vor zwei Jahren gesehene Kursniveau von rund 17 Franken nach wie vor noch in weiter Ferne liegt.

Die mit dem norwegischen Konkurrenten Crayon fusionierte SoftwareOne habe Quartalszahlen mit einer «guten» Ergebnisqualität ausgewiesen, heisst es im Kommentar der ZKB. Das gelte auch für die Werte auf vergleichbarer Basis. Besonders hervorzuheben sei dabei das starke Plus beim Betriebsgewinn EBITDA.

Zudem habe SoftwareOne die gesamten Kostensynergien in Höhe von 100 Millionen Franken (run-rate) bestätigt, die sich aus der Crayon-Fusion ergeben, schreibt ZKB-Analyst Christian Bader weiter. Die will das Unternehmen bis Ende 2026 realisieren, wobei Mitte März bereits Synergien in Höhe von 64 Millionen umgesetzt wurden.

Der Quartalsausweis sei erfreulich und bestätige den positiven Investment Case für SoftwareOne, so Bader weiter. Er geht von einem stärkeren Umsatzwachstum und dank Synergien zugleich von einer Margenverbesserung aus. Die ZKB hält an der Einstufung «Übergewichten» fest.

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09:40

Schwindende Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten haben ‌die Rekordjagd ⁠an den asiatischen Börsen beendet. Insbesondere die von KI-Fantasie getriebene Rally bei Chipwerten geriet am Dienstag ⁠ins Stocken, nachdem der Ton zwischen den USA und dem Iran wieder schärfer geworden ist.

US-Präsident Donald ‌Trump sagte zuletzt, die Waffenruhe mit dem Iran hänge am ‌seidenen Faden, und bezeichnete Teherans Reaktion auf einen ​US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als «Müll».

Die Ölpreise zogen daraufhin an, was erneut Inflationssorgen schürte. Besonders deutlich fielen die Verluste in Südkorea aus, was auch andere Märkte in der Region belastete.

Der Leitindex Kospi brach zeitweise um rund fünf Prozent ein, nachdem er zuvor auf ein ‌Rekordhoch von knapp unter 8000 Punkte geklettert war. Angesichts der zunehmenden Unsicherheit rund um den Nahost-Konflikt machten Anleger Kasse. «Die jüngste Rally konzentrierte sich zu sehr auf den Halbleitersektor», sagte Han Ji-young, Analystin ​bei Kiwoom Securities. Der Kospi ist in diesem Monat mehr als ​17 Prozent gestiegen und hat seit Jahresbeginn durch den ​KI-Boom mehr als 80 Prozent zugelegt.

Auch in Japan gab der Nikkei-Index seine anfänglichen Gewinne grösstenteils wieder ab und ‌schloss 0,5 Prozent fester bei 62'719 Punkten. «Anleger haben bei Chip-Werten Kasse gemacht, nachdem sie den starken Einbruch am südkoreanischen Markt gesehen haben, der von Kursverlusten in diesem Sektor angeführt wurde», sagte Kazuaki ​Shimada, ​Chefstratege bei IwaiCosmo Securities.

In China nahmen Anleger ebenfalls ⁠Gewinne mit, nachdem chinesische Aktien zum Wochenstart ein Elf-Jahres-Hoch ​erreicht hatten. Die Börse Shanghai ⁠und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gaben jeweils leicht nach. Mit ‌Spannung warteten Investoren auf das Treffen von Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in dieser Woche. «Anleger sollten keine weitreichenden Vereinbarungen erwarten», sagte Daniel Casali, Anlagestratege ‌bei Evelyn Partners. «Ein 'Erfolg' würde keine neuen Zölle oder Exportkontrollen bedeuten, und vielleicht ​kleine symbolische Abkommen wie Agrarkäufe, Flugzeugbestellungen oder Signale bei Seltenen Erden.»

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09:12

Die Schweizer Börse startet am Dienstag tiefer in den Handel. Mangelnde Fortschritte in den Gesprächen rund um eine Beendigung des Iran-Kriegs liessen die Anleger vorsichtig agieren, heisst es am Markt. Die US-Börsen setzten derweil ihre Rekordjagd trotz zunehmender geopolitischer Spannungen und steigender Inflationssorgen unbeirrt fort.

Der Schweizer Leitindex SMI fällt kurz nach Eröffnung um 1 Prozent auf 12'974 Punkte. Am Montag hatte der Leitindex den Handel praktisch unverändert geschlossen. Bis auf den Logistikkonzern Kühne+Nagel (+0,7 Prozent) liegen alle SMI-Werte im Minus. Am deutlichsten geben dabei Logitech (-2,2 Prozent) nach.

Im Fokus steht der Pharmakonzern Roche (PS -1,3 Prozent), der heute seinen viel beachteten Diagnose Tag abhält. Weiter hält Swatch am Vormittag seine Generalversammlung ab, wo der aktivistische Investor Steven Wood einen erneuten Anlauf nimmt, um sich als Vertreter der Inhaberaktionäre in den Verwaltungsrat wählen zu lassen. Die Inhaberaktien stehen entgegen dem Trend leicht im Plus (+0,35 Prozent).

Am breiten Markt dominiert sonst ganz klar die Farbe Rot. So können die ausgewiesenen Quartalszahlen die Titel von Tecan (-0,6 Prozent) nicht beflügeln. Etwas besser als der Gesamtmarkt hält sich der Immobilienkonzern PSP (-0,2 Prozent) nach Zahlen.

Als einziger Titel deutlich gesucht sind derweil SoftwareOne (+11,8 Prozent). Der IT-Dienstleister hat im ersten Quartal 2026 mehr umgesetzt und verdient als erwartet.

Für grössere Impulse an den Märkten könnten die am Nachmittag anstehenden US-Inflationszahlen sorgen. So wird aufgrund der höheren Ölpreise ein deutlicher Anstieg im April gegenüber den Märzzahlen erwartet. Mittlerweile gehen mehrere grosse US-Banken denn auch davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen bis Ende Jahr nicht senken wird.

Die Märkte hoffen weiter auf Fortschritte im Iran-Konflikt, doch die Gespräche bleiben festgefahren. Der geopolitische Fokus verschiebt sich so zunehmend nach China, wo Donald Trump diese Woche auf Xi Jinping trifft. Begleitet wird Trump von Spitzenmanagern wie Elon Musk, Tim Cook und Larry Fink. Im Mittelpunkt des Treffens stehen Handel, KI und geopolitische Spannungen, wobei die Erwartungen an grosse politische Durchbrüche tief sind.

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08:55

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

- Alcon: Julius Bär senkt auf 70 (84) Fr. – Buy

- Swisscom: Julius Bär erhöht auf 680 (670) Fr. – Hold

- UBS: Goldman Sachs senkt auf 38,50 (39) Fr. – Neutral

- SIG: Berenberg erhöht auf 13 (9,50) Fr. – Hold

- Galenica: Octavian erhöht auf 87 (85) Fr. – Hold

- Georg Fischer: Res. Partn senkt auf Halten (Kaufen) - Ziel 50 (62,60) Fr.

- Clariant: Research Partners senkt auf Halten (Kaufen) - Ziel 9 (13) Fr.

- Landis+Gyr: Research Partners senkt auf 58 (64) Fr. – Kaufen

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08:20

Die ⁠Furcht vor einem Scheitern der Friedensgespräche zwischen den ‌USA und dem Iran ‌treibt die Ölpreise ​weiter an.

Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich jeweils um gut ein Prozent auf bis zu 105,36 ‌und 99,52 Dollar je Barrel.

Zum Wochenauftakt hatten die Ölpreise knapp drei Prozent ​zugelegt. US-Präsident Donald Trump sagte ​zuletzt, die Waffenruhe ​mit dem Iran hänge am seidenen Faden, ‌und bezeichnete Teherans Reaktion auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als «Müll». «Der Optimismus hinsichtlich ​eines ​baldigen Friedensabkommens ⁠scheint wieder zu schwinden», konstatierte ​Suvro Sarkar, ⁠Energieexperte bei der DBS Bank. «Wenn wir ‌bis Ende Mai keine Einigung sehen, dann sind Aufwärtsrisiken für die ‌Ölpreise definitiv gegeben.»

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt steht vor einem tieferen Start.

Im vorbörslichen Handel der Bank Julius Bär tendiert der SMI 0,58 Prozent im Minus bei 13'025 Punkten. Dabei tendieren sämtliche SMI-Titel im Minus. Die grössten Abschläge verzeichnet Lonza (-1,52 Prozent). Die übrigen SMI-Titel tendieren in einer Bandbreite von -1,50 Prozent (Amrize) bis -0,25 Prozent (ABB).

Auch der breite Markt steht vor einem tieferen Start. Dabei fallen die Swatch-Titel positiv auf mit einem vorbörslichen Plus von 0,2 Prozent.

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07:47

Der US-Dollar hat im Vorfeld der Publikation der US-Verbraucherpreise von heute Nachmittag etwas angezogen. Die Ausschläge halten sich dabei aber in engen Grenzen. Weiterhin drückt auch der ungelöste Iran-Konflikt sowie die höheren Ölpreise auf die Stimmung.

Der US-Dollar notiert am Dienstagmorgen mit 0,7799 Franken über dem Niveau von Montagabend (0,7782). Auch zum Euro hat der Dollar Boden gut gemacht. Das Euro/Dollar-Paar ging zuletzt bei 1,1755 um nach 1,1775. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9168 mehr oder weniger auf der Stelle.

Für Impulse könnten die am Nachmittag anstehenden US-Inflationszahlen sorgen. So wird aufgrund der höheren Ölpreise ein deutlicher Anstieg der Konsumentenpreise im April erwartet. Mittlerweile gehen mehrere grosse US-Banken aus, dass die Federal Reserve die Zinsen bis Ende Jahr kaum senken wird.

Die Märkte warten auf weiterhin auf einen Durchbruch im Iran-Konflikt. Die Verhandlungen verlaufen nach wie vor sehr zäh und zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump davon gesprochen, dass die Waffenruhe mit Iran am «seidenen Faden» hänge. Der geopolitische Fokus verschiebt sich zunehmend auch auf China, wo Donald Trump diese Woche auf Xi Jinping trifft.

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07:33

Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten ‌in ⁠den Handel starten. Zum Wochenauftakt hatte der deutsche ⁠Leitindex 0,1 Prozent fester bei 24.350 Punkten geschlossen.

Mit Blick ‌auf die vorerst gescheiterten Friedensbemühungen im ‌US-Iran-Konflikt waren Anleger in ​Deckung geblieben. Angetrieben von der anhaltenden Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) hatten die US-Börsen am Montag leicht im Plus geschlossen. In den Fokus der Anleger rücken im ‌Tagesverlauf vor allem Konjunktur- und Inflationsdaten.

Am Vormittag steht der ZEW-Index an. Im Zuge des Iran-Konflikts dürften Finanzexperten noch ​pessimistischer auf die deutsche Konjunktur blicken.

​Mit Spannung warten Investoren insbesondere ​auf die Daten zur Verbraucherpreisinflation in den USA am Nachmittag. ‌Von Reuters befragte Experten erwarten für April einen Anstieg der Teuerungsrate auf 3,7 Prozent.

Auf Unternehmensseite legt unter ​anderem ​der Pharma- und Agrarkonzern ⁠Bayer seine Bilanz für das ​erste Quartal vor. Bei ⁠den Gesamtjahreszahlen des britischen Mobilfunkers Vodavone richten Anleger ‌ihre Aufmerksamkeit auf das Deutschland-Geschäft. 

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06:50

Der Ölpreis hat am Dienstag im frühen Handel leicht zugelegt, blieb aber unter dem am Montagmorgen erreichten Hoch. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um 0,75 Prozent auf 104,99 Dollar. Am Montagmorgen war der Preis für die weltweite Referenzsorte um fast fünf Prozent auf 105,99 Dollar geklettert. Im Tagesverlauf gab der Preis für Brent-Öl einen Teil seiner Gewinne ab. In der Nacht auf Dienstag gab es keine marktbewegenden Nachrichten über die Lage im Iran-Krieg, auch wenn US-Präsident Donald Trump den Ton wieder einmal verschärfte.

Die inzwischen seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit dem Iran hängt nach Trumps Einschätzung nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der «dämliche Vorschlag» aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. «Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.» Trump sagte, die Feuerpause liege quasi auf der Intensivstation, wo ein Arzt hereinkomme und sage: «Sir, Ihr Angehöriger hat eine Überlebenschance von etwa einem Prozent». Dennoch glaube er weiterhin, dass eine diplomatische Lösung noch möglich sei, sagte er auf Nachfrage eines Journalisten.

In dem vom Iran vorgelegten Plan heisst es laut Staatsmedien, dass die USA Reparationen für die angerichteten Kriegsschäden im Iran zahlen müssten. Die Islamische Republik fordert demnach auch die volle Souveränität über die Strasse von Hormus, ein Ende der Sanktionen gegen das Land und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte. Keine Rolle spielte in der Antwort laut den Berichten der Streit über das iranische Atomprogramm.

Am Montagabend (Ortszeit) wollte Trump mit seinem Team für nationale Sicherheit das weitere Vorgehen erörtern, wie das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Neben Vizepräsident JD Vance sollten demnach auch der Sondergesandte Steve Witkoff, CIA-Chef John Ratcliffe, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Aussenminister Marco Rubio und Generalstabschef Dan Caine an dem Treffen teilnehmen.

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06:20

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,41 Prozent tiefer bei 13'003 Punkten.

Die Unternehmensberichterstattung für das erste Quartal neigt sich zusehends dem Ende entgegen. Am Dienstag legen Tecan, PSP Swiss Property sowie SoftwareOne und später der Sportartikelhersteller On ihre Zahlen vor. 

Zudem stehen die Inflationszahlen in den USA auf dem Programm. Der Nahost-Krieg katapultiert die Inflationsrate in den USA voraussichtlich weiter in ​die Höhe. Von Reuters befragte Experten erwarten für April einen Anstieg der Teuerungsrate auf 3,7 Prozent. Im März hatte sie bei 3,3 Prozent gelegen. Die US-Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt konstant gehalten. Angesichts der Folgen des Iran-Kriegs auf die Wirtschaft und insbesondere auf ‌die Energiepreise gilt eine baldige Zinssenkung als ​sehr unwahrscheinlich. 

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05:40

Schwindende Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Konflikt treiben die Ölpreise in Asien hoch und stützen den Dollar. Gleichzeitig kühlt sich der jüngste Höhenflug bei Chip-Aktien ab. Die Anleger blicken nun auf die kommenden US-Inflationsdaten.

In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 62'805,4 Punkte zu und der breiter ‌gefasste Topix notierte ⁠0,6 Prozent höher bei 3865,7 Zählern.

Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4227,8 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,3 Prozent ⁠auf 4968,4 Punkte. «Anleger verkauften Chip-Aktien, nachdem sie einen starken Einbruch am südkoreanischen Markt gesehen hatten, der von Kursverlusten bei Chip-Werten angeführt wurde», sagte Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. Die Aktien von Advantest und Tokyo Electron ‌fielen um jeweils 0,3 Prozent. Die Papiere des Uniqlo-Eigentümers Fast Retailing gaben um 3,2 Prozent nach.Gegen den Trend sprangen die Titel ‌von Ibiden um elf Prozent in die Höhe, nachdem der Hersteller von Smartphone-Komponenten seine ​Jahresumsatz- und Gewinnprognosen angehoben hatte. Der Technologie-Investor SoftBank Group legte vor der Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse am Mittwoch um 3,6 Prozent zu. Von den mehr als 1600 Aktien, die am Prime Market der Tokioter Börse gehandelt werden, stiegen 36 Prozent, während 60 Prozent fielen und drei Prozent unverändert notierten.

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05:15

Am Devisenmarkt stieg der Dollar auf 157,60 Yen. US-Finanzminister Scott Bessent hält sich zu Gesprächen mit hochrangigen japanischen Regierungsvertretern in Tokio auf. Es wird vermutet, dass Japan zuletzt mit Interventionen im Wert von fast zehn Billionen Yen (63,5 Milliarden Dollar) die ‌eigene Währung gestützt hat. Vor diesem Hintergrund traf sich US-Finanzminister Scott Bessent mit seiner japanischen Amtskollegin Satsuki Katayama in Tokio. Japanische Politiker hoffen, dass eine Unterstützung Bessents ihren Interventionen mehr Gewicht verleihen und den Verfall des Yen verlangsamen könnte. Katayama äusserte sich am Dienstag gegenüber Reportern jedoch nicht explizit zu einer Unterstützung der USA für die japanischen Währungsinterventionen. «Wir sind uns einig, dass wir ​uns bei den jüngsten Marktbewegungen, einschliesslich der Wechselkurse, sehr gut abstimmen», sagte die japanische Finanzministerin.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 ​Prozent auf 157,60 Yen und legte leicht auf 6,7928 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 ​Prozent höher bei 0,7796 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1760 Dollar und zog leicht auf 0,9170 Franken an.

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04:50

Die Ölpreise sind im frühen asiatischen Handel gestiegen. Grund dafür sind die stockenden Verhandlungen ‌über ein Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag gesagt, der Waffenstillstand mit dem Iran stehe «auf der Kippe».

Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,0 Prozent auf 105,29 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent fester bei 99,17 Dollar. Die teilweise Schliessung der Strasse von ​Hormus hat ​die Produzenten veranlasst, ihre Ölexporte zu drosseln.

Laut einer Reuters-Umfrage vom Montag ist die OPEC-Ölförderung im ⁠April auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahrzehnten gefallen. Der Chef von Saudi Aramco, Amin Nasser, ​warnte, die Unterbrechungen der Ölexporte durch die ⁠Meerenge könnten eine Rückkehr zur Marktstabilität bis 2027 verzögern. Dies entspreche einem Verlust von etwa 100 Millionen Barrel Öl pro Woche. «Solange die Verhandlungen zwischen den USA und dem ‌Iran ergebnislos bleiben und die physischen Ströme durch die Strasse von Hormus eingeschränkt sind, dürften sich die Ölpreise über 100 Dollar halten», schreibt Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade, in einer E-Mail. «Ein echter Durchbruch zu einem Friedensabkommen könnte eine scharfe Korrektur von acht bis zwölf Dollar auslösen, während jede Eskalation ‌oder erneute Blockadedrohungen Brent schnell wieder in Richtung 115 Dollar und mehr treiben würden».

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23:00

Der Leitindex Dow stieg um 0,19 Prozent auf 49'704,5 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,19 Prozent auf 7412,8 Zähler nach oben. Der Nasdaq 100 gewann 0,29 Prozent auf 29'320,66 Punkte.

Mangelnde Fortschritte in den Gesprächen rund um eine Beendigung des Iran-Kriegs liessen die Anleger vorsichtig agieren. Sie warteten zudem auf die am Dienstag anstehenden Inflationszahlen. Diese könnten Hinweise darauf liefern, wie sich die höheren Ölpreise auf die Kaufkraft auswirken und was sich daraus für die Geldpolitik ableiten lässt.

Der Weg zur Wiederöffnung der für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus bleibe ungewiss, schrieben Experten der Grossbank UBS um den Investmentchef Mark Haefele. US-Präsident Donald Trump und der Iran hatten jeweils Friedensvorschläge der Gegenseite zur Beilegung des militärischen Konflikts als nicht akzeptabel zurückgewiesen.

Nach den jüngsten Worten Trumps hängt die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der «dämliche Vorschlag» aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. «Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.»

Was trotz der Iran-Bedenken nicht nachlässt, ist das grundsätzliche Interesse der Anleger an den Profiteuren der KI-Bewegung, die vor allem aus dem Chipsektor stammen. Getrieben von Euphorie mit Blick auf den Ausbau der für Künstliche Intelligenz nötigen Infrastruktur setzen Qualcomm und Micron ihre Rekordjagd fort. Letztlich gewannen die Aktien 8,4 beziehungsweise 6,5 Prozent.

Für den Kurs von Lumentum ging es an der S&P-500-Spitze um 16,5 Prozent hoch, nachdem bekannt geworden war, dass das auf optoelektrische Komponenten spezialisierte Tech-Unternehmen ab dem 18. Mai einen Platz im Nasdaq 100 erhält. Dort ersetzt werden sollen die Titel des Immobilien-Informationsdienstes Costar, die moderat zulegten.

Unter den grössten Verlierern im S&P sackten Dell um gut fünf Prozent ab, nachdem UBS seine Kaufempfehlung für die Anteilscheine gestrichen hatte. Das Verhältnis von Chancen und Risiken sei nach der Kursrally der vergangenen zwölf Monate nur noch ausgeglichen, schrieb Analyst David Vogt. Der Computerkonzern erziele zwar starkes Wachstum mit KI-optimierten Servern, doch von ihm erwartete Steigerungen der Erwartungen seien schon eingepreist.

Am Dow-Ende verloren Nike vier Prozent. Die Nachfrage nach Sportartikeln des Unternehmens in China bleibe verhalten, schrieb Aneesha Sherman vom Analysehaus Bernstein Research.

Goodyear büssten 8,5 Prozent ein. Die von dem Reifenhersteller veröffentlichten Absatzzahlen für das erste Quartal hatten die Markterwartung knapp verfehlt. Die Deutsche Bank stufte die Aktien daraufhin auf «Halten» ab.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)

Monique Misteli Ringier
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