12:00

Gegen Mittag hält sich der SMI mit 0,27 Prozent auf 13'170,16 Punkte im Plus. Unter den 20 Titeln halten sich Gewinner und Verlierer etwa die Waage. Der SMIM für die mittelgrossen Werte verliert indes 0,59 Prozent auf 2980,44 Punkte und der breite SPI steht mit 0,07 Prozent auf 18'608,42 Zähler knapp im Plus.

«Viele Anleger stehen mit einem Fuss auf der Bremse, mit dem anderen im Risiko», umschreibt ein weiterer Börsianer die Stimmung. Für klare Positionen fehle es an der nötigen Überzeugung. Auch von den Ölpreisen kommen keine Entspannungssignale. Frische Impulse von Konjunkturdaten sind ebenfalls nicht zu erwarten. Nach US-Börsenschluss rücken mit Zahlen von Tesla, IBM oder Texas Instruments dann einige Tech-Schwergewichte in den Fokus.

ABB (+3,5 Prozent) geben bis zum frühen Mittag einen Teil ihrer Startgewinne ebenfalls wieder ab, führen den SMI aber weiterhin klar an. Der Industriekonzern hat mit seinen Quartalszahlen die bereits hohen Erwartungen der Analysten insbesondere beim Auftragseingang übertroffen. Die erhöhte Jahresprognose sorge für Zuversicht. Zudem erwartet CEO Morten Wierod kaum Auswirkungen auf das Geschäft durch den Nahost-Konflikt.

Indes verlieren Roche (-0,6 Prozent) nach Studiendaten zum MS-Prüfmedikament Fenebrutinib. Zwar reduziere der Wirkstoff die Krankheitsschübe, allerdings werfen die Nebenwirkungen weiter Fragen auf. Zudem legt der Pharmakonzern am morgigen Donnerstag Zahlen vor. Konkurrent Novartis (+0,1 Prozent) halten sich hingegen im Plus. Nestlé (+0,4 Prozent) als drittes Schwergewicht reagieren vor eigenen Quartalsergebnissen am morgigen Donnerstag leicht positiv auf die Danone-Zahlen.

Deutlich nach unten geht es derweil für die Titel von Sonova (-4,5 Prozent). Damit werden die Aktien in Sippenhaft mit der australischen Cochlear genommen. Diese waren in Sydney nach gesenkter Prognose um über 40 Prozent eingebrochen. Besonders Aussagen zur schwachen Konsumentenstimmung und historischen Tiefständen im wichtigen US-Markt belasteten. Auch andere Gesundheitstitel wie Straumann (-1,6 Prozent) oder Alcon (-1,8 Prozent) zeigen sich schwach.

Vor Quartalszahlen stehen SGS (-1,8 Prozent) aber auch Galderma (-1,5 Prozent) unter Druck. Bei beiden Unternehmen erwarten Analysten allerdings einen starken Jahresstart, trotz der geopolitischen Unsicherheiten. Auch Schindler (-0,7 Prozent) stehen vor den morgigen Ergebnissen im Minus.

Nach dem überraschenden Rücktritt von CEO Kai Arndt brechen Montana Aerospace (-8,9 Prozent) deutlich ein. Analysten werten die Nachricht negativ, besonders da keine Gründe genannt wurden.

Im Plus zeigen sich indes Temenos (+5,1 Prozent) nach Zahlen vom Vorabend. Diese lagen über den Erwartungen und der Ausblick wurde bestätigt. Auch Phoenix Mecano (+3,8 Prozent) sind nach einem laut Analysten «gelungenen Jahresstart» gefragt, ebenso wie die Titel des Immobilienunternehmens Peach Property (+9,7 Prozent) nach endgültigen Zahlen für 2025.

Für Kursgewinne bei Autoneum (+4,6 Prozent) sorgte ein positiver Kommentar der ZKB. Diese hat die Titel auf «Übergewichten» hochgestuft, was die Erholung der Aktie unterstützt.

+++

11:30

Berichte über Schüsse auf Containerschiffe in der Strasse von Hormus ‌treiben ⁠erneut die Ölpreise in die Höhe. Die ⁠Preise für die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI ‌stiegen in der Spitze ‌um knapp zwei Prozent ​auf bis zu 100,39 Dollar je Barrel und auf bis zu 91,41 Dollar. Mindestens drei Containerschiffe seien in der strategisch wichtigen Meerenge ‌von Schüssen getroffen worden, hiess es am Mittwoch aus maritimen Sicherheitskreisen und von der britischen ​Behörde für Seehandelsoperationen (UKMTO).

Die Vorfälle ereigneten sich ​trotz der Ankündigung ​von US-Präsident Donald Trump, den Waffenstillstand mit dem Iran ‌auf unbestimmte Zeit zu verlängern, um Friedensgespräche zu ermöglichen. Der Iran hatte als Reaktion auf ​eine ​US-Blockade seiner Häfen Beschränkungen ⁠für Schiffe in der ​Strasse von Hormus verhängt. ⁠Durch die Meerenge wurden vor Beginn ‌des Krieges Ende Februar rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen transportiert.

+++

11:00

Die Aktien von Peach Property steigen am Vormittag fast 10 Prozent auf 5,650 Franken

Das Immobilienunternehmen steckt trotz strategischer Fortschritte weiterhin in den roten Zahlen. Unter dem Strich verblieb jedoch ein deutlich kleinerer Verlust von 41,2 Millionen Euro, nach einem hohen Fehlbetrag von 200,5 Millionen Euro im Vorjahr.

+++

10:30

Die Aktien von Nestlé steigen am Mittwoch 0,35 Prozent auf 75,62 Franken. Damit kann der Schweizer Nahrungsmittelmutli nicht mit dem französischen Konkurrenten Danone mithalten. Dessen Aktie gewinnt 3,22 Prozent.

Danone steigerte seinen Umsatz im ersten ‌Quartal auf ⁠vergleichbarer Basis um 2,7 Prozent auf 6,71 Milliarden Euro. Damit übertraf der Evian-Hersteller zwar ‌die Analystenerwartungen, das Wachstum fiel ‌jedoch deutlich schwächer aus ​als im Vorquartal. Nestlé wartet morgen mit den Zahlen auf.

+++

10:00

Der deutsche Leitindex Dax zog zur Eröffnung am ‌Mittwoch ⁠um 0,4 Prozent auf 24.378 Punkte an, nachdem ⁠er an den beiden vorangegangenen Tagen nachgegeben hatte. 

Bei ​den Einzelwerten rückte die Deutsche ​Telekom ins Rampenlicht. Der Konzern erwägt einem Medienbericht zufolge eine Verschmelzung ‌mit T-Mobile. Nach vorbörslichen Gewinnen büssten die Titel bis zu 2,5 Prozent ein. Die Agentur Bloomberg hatte unter ​Berufung ​auf Insider berichtet, dass ⁠die Gründung einer Holding im Gespräch ​sei, die sowohl ⁠für die Aktien des Bonner Konzerns als auch dessen ‌US-Tochter ein Übernahmeangebot abgeben würde. Eine vollständige Fusion könnte die Bewertung der Deutschen Telekom steigern, ‌gleichzeitig könnten dann jedoch Finanzierungsängste die Aktie ​belasten, sagte ein Händler. 

+++

09:30

Eine halbe Stunde nach Eröffnung gewinnt der SMI 0,3 Prozent auf 13'173.43 Punkte. Unter den 20 Titeln haben die Gewinner leicht die Oberhand. Der SMIM für die mittelgrossen Werte verliert indes 0,21 Prozent auf 2992,06 Punkte und der breite SPI steht mit 0,17 Prozent auf 18'626,72 Zähler im Plus.

An der SMI-Spitze ziehen ABB (+5,0 Prozent) nach Quartalszahlen kräftig an. Der Industriekonzern hat die bereits hohen Erwartungen der Analysten insbesondere beim Auftragseingang übertroffen und die Jahresprognose erhöht.

Indes verlieren Roche (-0,6 Prozent) nach Studiendaten zum MS-Prüfmedikament Fenebrutinib. Zwar reduziere der Wirkstoff die Krankheitsschübe, allerdings werfen die Nebenwirkungen weiter Fragen auf. Konkurrent Novartis (+0,1 Prozent) halten sich hingegen im Plus. Nestlé (-0,2 Prozent) als drittes Schwergewicht reagieren kaum auf Danone-Zahlen.

Kräftig abwärts geht es für Sonova (-4,9 Prozent), nachdem die Aktien der australischen Cochlear in Sydney nach gesenkter Prognose um über 40 Prozent eingebrochen sind. Auch andere Gesundheitstitel wie Straumann (-1,6 Prozent) oder Alcon (-1,8 Prozent) zeigen sich schwach.

In der zweiten Reihe springen Temenos (+3,3 Prozent) nach Zahlen vom Vorabend hoch, während Montana Aerospace (-5,4 Prozent) nach dem überraschenden CEO-Rücktritt fallen.

+++

09:00

Der SMI startet am Mittwoch minim tiefer mit -0,09 Prozent, notiert wenige Minuten später jedoch im Plus bei 0,5 Prozent.

US-Präsident Trump hat angekündigt, die Waffenruhe mit dem Iran so lange zu verlängern, bis ein Vorschlag der stark gespaltenen iranischen Regierung vorliegt und die Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind. Damit bleibt die diplomatische Hängepartie aber bestehen und die Strasse von Hormus weiter geschlossen. Die Märkte in Asien reagierten gemischt, während die US-Futures auf eine positive Eröffnung der Wall Street hindeuten. An den Ölmärkten zeigte sich noch keine Entspannung.

«Unter dem Strich ist zunächst die zweite Verhandlungsrunde gescheitert und die Märkte steuern wie Thelma & Louise auf eine massive globale Energieversorgungslücke zu», kommentierte ein Händler. Durch die verlängerte Waffenruhe bleibe aber immerhin die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Gespräche und letztendlich ein Friedensabkommen. Insgesamt bleibe es ein «hochkomplexes und zähes» geopolitisches Schachspiel mit vielen Unsicherheiten. 

Für ABB geht es nach den Quartalszahlen 5,7 Prozent aufwärts. Der Industriekonzern verbuchte einen Umsatz- und Auftragssprung im ersten Quartal und erhöhte den Jahresausblick. Der Nahostkonflikt hatte bislang keine Auswirkungen.

Alcon büsst derweil 1,5 Prozent ein, Sonova gar 5 Prozent. Der Konkurrent Cochlear hat seine Gewinnprognose drastisch gesenkt.

+++

08:30

Der Devisenmarkt zeigt sich am Mittwochmorgen weitgehend stabil. Der US-Dollar schwächte sich im Vergleich zum Vorabend leicht ab und wird zurzeit bei 0,7795 Franken gehandelt.

Zum US-Dollar notiert der Euro mit 1,1757 ein wenig höher als am Vorabend mit 1,1742. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9164 mehr oder weniger auf der Stelle.

Der Markt bleibe im «Schlagzeilen-Modus», heisst es in einem Kommentar. Es sei kein klarer Trend auszumachen, sondern eher eine taktische Rotation mit kurzfristigen Umschichtungen zwischen Safe Havens und zyklischen Währungen.

Die Daten zu den US-Einzelhandelszahlen von gestern haben derweil die Erwartungen übertroffen. Laut Marktteilnehmern zeugt dies von einer robusten Binnenkonjunktur bei gleichzeitg anhaltendem Inflationsdruck, was die Zinssenkungen der Fed schwieriger mache.

+++

08:00

Der SMI steht bei Julius Bär vorbörslich 0,6 Prozent höher.

Auffallend ist dabei der Kurssprung von ABB (+6 Prozent). Das Unternehmen hat den Umsatz im ersten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Auch der Auftragseingang legte spürbar zu. Der Jahresausblick wird nun angehoben. Ebenfalls markant höher notieren Richemont (+1,1 Prozent). Roche bildet mit -0,6 Prozent klar das Schlusslicht.

Am breiten Markt stehen die Vorzeichen ebenfalls mehrheitlich auf Grün. Tecan (+1,1 Prozent) und Helvetia Baloise (+1,05 Prozent) führen die Midcaps an. Letztere profitiert von einer Kurszielerhöhung durch Kepler Cheuvreux. Sonova büsst derweil 2,6 Prozent ein, SGS 1,1 Prozent.

+++

07:05

Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über hundert Dollar. Anschliessend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt am Morgen wenig verändert bei 98,18 Dollar. Die Tendenz bei der US-Sorte WTI war ähnlich.

Zuvor hatte Trump mitgeteilt, auf Bitten Pakistans von weiteren Angriffen abzusehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite und die Gespräche zu einem Ende kämen. Die Waffenruhe wäre sonst nach Trumps Angaben in der deutschen Nacht zu Donnerstag ausgelaufen. Trump hatte für diesen Fall mit schweren Angriffen auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur im Iran gedroht.

Eine Annäherung bei den Verhandlungen ist derweil nicht in Sicht. Bis zuletzt hatten sich Washington und Teheran nicht auf eine zweite Verhandlungsrunde einigen können - trotz der Bemühungen Pakistans, die Trump in seiner Ankündigung hervorhob. Die USA wollen zudem an ihrer Blockade des iranischen Seehandels festhalten, was Teheran als Hindernis für neue Gespräche wertet.

+++

06:10

Der SMI steht am Mittwoch vorbörslich 0,6 Prozent tiefer.

+++

05:00

Angetrieben von Technologie-Schwergewichten hat der japanische Leitindex Nikkei am Mittwoch ein Rekordhoch erreicht. Der 225 Werte umfassende Index legte um 0,5 Prozent auf 59.653,56 Punkte zu. ‌Der breiter ⁠gefasste Topix notierte dagegen 0,6 Prozent niedriger bei 3747,63 Zählern.

Die Unsicherheit über die Friedensgespräche zwischen ⁠den USA und dem Iran dämpfte die Stimmung der Anleger. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag erklärt, er werde ‌die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängern, um ‌die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts fortzusetzen. Es blieb ​zunächst unklar, ob die Regierung in Teheran oder der US-Verbündete Israel der Verlängerung zustimmen würde.

Gefragt waren in Tokio vor allem der Technologieinvestor SoftBank Group mit einem Plus von 9,3 Prozent sowie der Chipanlagenbauer Advantest, dessen Papiere sich um 2,2 Prozent verteuerten. Zu den grössten Verlierern zählte ‌Sapporo Holdings mit einem Abschlag von 6,1 Prozent. Die Brauerei hatte mitgeteilt, sich aus dem Geschäft mit Craft-Bier in den USA zurückzuziehen und die Marke Stone Brewing vier Jahre nach der Übernahme wieder ​zu verkaufen.

Zwar trieben einige Aktien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Rechenzentren ​und Halbleiter die Kurse an. Die Zahl der Gewinner ​sei insgesamt jedoch überschaubar, sagte Kensuke Togashi, Chefstratege bei Daiwa Asset Management. Dieses Muster scheine sich auch am Mittwoch ‌fortzusetzen.

Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4086,59 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4772,99 Punkten.

+++

04:00

Im asiatischen Devisenhandel stieg der Dollar geringfügig auf 159,30 Yen und ​legte leicht ​auf 6,8219 Yuan zu. Zur Schweizer Währung ⁠rückte er etwas auf 0,7804 Franken vor. Parallel dazu blieb ​der Euro fast unverändert ⁠bei 1,1744 Dollar und zog leicht auf 0,9165 Franken an.

+++

03:00

Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent ‌aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 98,23 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,4 Prozent schwächer bei 89,34 Dollar.

+++

02:00

Der Dow Jones Industrial schloss 0,59 Prozent im Minus bei 49.149,38 Punkten. Im frühen Handel hatte er sich noch bis auf gut 150 Zähler der 50.000-Punkte-Marke genähert. Der Nasdaq 100 gab um 0,42 Prozent auf 26.479,47 Einheiten nach, während der marktbreite S&P 500 um 0,63 Prozent auf 7.064,01 Punkte fiel. Ein erneutes Rekordhoch gelang im Verlauf nur dem Nasdaq 100, während der Dow von seiner Bestmarke ohnehin noch etwas entfernt liegt.

In der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Sommerzeit sollte die 14-tägige Waffenruhe ursprünglich ablaufen. Kurz nach Börsenschluss teilte US-Präsident Donald Trump mit, er werde auf Bitten Pakistans von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite. Die wichtigsten US-Aktienfutures dämmten daraufhin ihre Verluste ein

Unter den sieben Tech-Riesen standen zwei besonders im Blick, und dies mit unterschiedlicher Tendenz: Apple fielen um 2,5 Prozent, nachdem der iPhone-Hersteller eine Ablösung des langjährigen Konzernchefs Tim Cook bekannt gegeben hatte. Amazon legten um 0,7 Prozent zu, nachdem der Onlinehändler eine vertiefte Partnerschaft mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic bekanntgegeben hatte.

Bei Apple wird Cook den Chefsessel im September nach 15 Jahren an den Hardware-Chef John Ternus übergeben und an die Spitze des Verwaltungsrats wechseln. Anleger reagierten verunsichert, auch wenn sich Analysten in ersten Kommentaren gelassen zeigten. Mit dem Schritt werde die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl beibehalten, doch das Potenzial für langfristige Veränderungen steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.

Amazon will viel Geld in den KI-Entwickler Anthropic investieren. In einem ersten Schritt sollen 5 Milliarden Dollar in den KI-Chatbot Claude gestreckt werden, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden. Umgekehrt will Anthropic in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Halbleiter und Rechenleistung von Amazon ausgeben. Das Unternehmen will auf Chips mit dem Namen Trainium zurückgreifen, um seine KI-Modelle zu trainieren.

Im Dow setzten sich Unitedhealth nach überraschend starken Quartalszahlen mit sieben Prozent Plus an die Spitze. Der Krankenversicherer wurde für das Gesamtjahr optimistischer. Ausserdem sieht das Unternehmen Schwierigkeiten mit dem Vorhaben der Trump-Regierung, im nächsten Jahr Medikamente gegen Fettleibigkeit in die US-Krankenversicherung Medicare aufzunehmen. Konkurrent CVS Health erteilte dem bereits eine Absage. Dies lastete auf den Aktien von Eli Lilly , die in einem schwachen Pharma-Branchenumfeld fast zwei Prozent verloren.

Beim Mischkonzern 3M hatte es nach den Zahlen etwas gedauert, bis die Aktien eine klare Richtung einschlugen. Am Ende verloren sie knapp zwei Prozent. Das Unternehmen verfehlte mit seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Erwartungen. Am Markt wurde dies als Zeichen gesehen, dass wirtschaftliche Turbulenzen den Sanierungsplan erschweren.

Bergab ging es in der Breite für Aktien von Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen. Die Titel von RTX und GE Aerospace sanken um 4,4 respektive 5,6 Prozent, obwohl beide etwas optimistischer für das Gesamtjahr wurden. Anleger zeigten sich aber besorgt wegen einer Warnung vor den Risiken des Iran-Kriegs. Wie es hiess, schürten aktuell hohe Treibstoffpreise die Befürchtung, dass Fluggesellschaften dazu übergehen, ihre Kapazitäten reduzieren.

Für Gesprächsstoff sorgte noch ein Bericht, wonach die Deutsche Telekom einen Komplettzusammenschluss mit T-Mobile US erwägt. Die Titel von T-Mobile US reagierten darauf zuerst mit einem Sprung ins Plus, gingen aber dann mit einem Abschlag von 1,5 Prozent aus dem Handel. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Dienstag unter Berufung auf Kreise von der Idee, eine neue Holdinggesellschaft zu schaffen, die Gebote für die Aktien beider Unternehmen abgeben würde.

(cash/AWP/Reuters)

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
Aisha GutknechtMehr erfahren