06:24
Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich 0,4 Prozent höher dank guter Vorgaben aus Übersee. Das Augenmerk der Börsenhändler gilt nach dem Zinsentscheid der SNB vom Donnerstag wie in den vergangenen Tagen der Zinsentwicklung und den Erdölpreisen. Gemäss Terminkalender legt einzig das KOF die Konjunkturprognose vor.
Im nachbörslichen US-Aktienhandel sackte der Kurs von MGM Resorts im nachbörslichen Handel um 8,6 Prozent ab, nachdem Berichte über den Rückzug von Barry Dillers Übernahmeangebot für das Unternehmen aufgekommen waren. Das ist ein herber Rückschlag für eine Aktie, die zuvor von Übernahmehoffnungen profitiert hatte.
Demgegenüber legte der Vaneck Space ETF um 4,5 Prozent zu. Dieser deutliche Anstieg stach aus einem ansonsten eher verhaltenen nachbörslichen Handelsgeschehen hervor, während der S&P 500 Index kaum Bewegung zeigte und sich die Kursveränderungen der einzelnen Sektoren in engen Grenzen hielten.
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06:15
Die asiatischen Börsen haben sich am Freitag trotz eines weltweiten Ausverkaufs am Anleihemarkt robust gezeigt. Zu den Gewinnern zählte die japanische Börse in Tokio, die fester tendierte. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte um 1,2 Prozent auf 66'318,14 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix notierte 1,2 Prozent höher bei 4123,73 Zählern. Das Handelsvolumen in der Region blieb jedoch dünn, da viele Handelsplätze feiertagsbedingt geschlossen blieben. So fand an der Börse Shanghai kein Handel statt, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wurde ebenfalls nicht gehandelt.
Die Stimmung der Anleger wurde von stark steigenden Renditen bei Staatsanleihen dominiert, die Befürchtungen über höhere weltweite Kreditkosten schürten. In Japan kletterte die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 1996. «Die weltweiten Anleihemärkte schreien auf, und das zu ignorieren, könnte sehr teuer werden», warnte Nigel Green, Chef des Finanzberaters deVere Group. Sobald die risikofreien Zinsen in den USA über fünf Prozent lägen, müsse jeder Vermögenswert seinen Preis rechtfertigen. Politisch richteten sich die Blicke auf Washington, wo sich der chinesische Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump trafen. Bei den Gesprächen gab es jedoch kaum Anzeichen für Durchbrüche bei strittigen Themen wie Künstlicher Intelligenz, Handel oder dem Krieg mit dem Iran, was die chinesischen Märkte vor den Feiertagen in der Schwebe hielt.
In Japan sorgten zudem diplomatische Gespräche für Aufsehen und bewegten die Währungsmärkte. US-Präsident Trump äusserte bei einem Gipfeltreffen mit der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi Bedenken über die Schwäche der japanischen Währung. Dies enthüllte die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama am Freitag. Takaichi habe Trump geantwortet, dass ein unterbewerteter Yen grundsätzlich problematisch sei. Der Dollar hatte zuvor gegenüber dem Yen und anderen Hauptwährungen aufgrund starker US-Wirtschaftsdaten und steigender US-Anleiherenditen deutlich aufgewertet. Katayama kündigte an, dass sie und US-Finanzminister Scott Bessent weiterhin eng über Währungsfragen kommunizieren würden.
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06:12
Im asiatischen Devisenhandel reagierte die japanische Währung prompt auf die politischen Äusserungen aus Tokio und Washington. Der Dollar verlor 0,3 Prozent auf 158,38 Yen und legte leicht auf 6,7128 Yuan zu. Zur Schweizer Währung büsste er etwas auf 0,8283 Franken ein. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1377 Dollar und zog leicht auf 0,9423 Franken an. Auf Wochensicht profitierte die US-Währung jedoch von der Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed.
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06:05
Am Rohstoffmarkt gaben die Preise nach einer volatilen Woche leicht nach, da die Anleger die Möglichkeit eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran abwägten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 105,81 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,6 Prozent schwächer bei 93,07 Dollar. Zuvor hatten Raketenangriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien Sorgen vor Lieferengpässen geschürt. «Die ungewöhnlich grosse Spanne zwischen WTI und Brent spiegelt die unterschiedlichen regionalen Risikoprofile wider», erklärte Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM Trade.
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00:05
Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag nach einem von stärkeren Ölpreisschwankungen geprägten Handel letztlich keine einheitliche Richtung gefunden und wenig verändert geschlossen. Der Dow Jones Industrial verzeichnete ein Minus von 0,31 Prozent bei 51'349,98 Punkten. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,02 Prozent auf 7.704,13 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es am Ende um 0,03 Prozent auf 30'478,85 Punkte aufwärts.
Zunächst hatten Warnungen eines iranischen Regierungsvertreters, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter eskalieren und auf noch mehr Regionen übergreifen könnte, die Ölpreise deutlich in die Höhe getrieben und für steigende Anleiherenditen sowie Inflationsängste gesorgt.
Im weiteren Handelsverlauf wurde der Ölpreisanstieg nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters deutlich eingebremst. Demnach sprächen die Kriegsparteien USA und Iran in New York über einen schrittweisen Plan zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus. Im Gegenzug könnten die USA die wirtschaftliche Blockade der Islamischen Republik aufheben, wie es unter Berufung auf gesprächsnahe Kreise hiess. Im späten Geschäft erklommen die Ölpreise aber wieder ihr voriges hohes Niveau.
Unter den Einzelwerten standen erneut die Aktien von Meta im Fokus. Sie setzten ihre jüngste Kursrallye mit einem Anstieg von 4,5 Prozent auf 777,59 Dollar fort und erklommen den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. Zudem näherte sich der Kurs dem Rekordhoch in Höhe von rund 796 Dollar aus dem Sommer 2025. Allein im September legte der Börsenwert des Facebook-Mutterkonzerns um rund 35 Prozent auf knapp zwei Billionen Dollar zu.
Meta-Aktien profitierten zuletzt von einer erfolgreichen Markteinführung ihres KI-Assistenten Muse, dem ein grosses Potenzial im Online-Handel eingeräumt wird. Auf einer Fachmesse gab das Unternehmen zudem Partnerschaften, unter anderem mit Walmart, Best Buy sowie Shopify bekannt und kündigte eine neue Smart-Brille an. Einige Analystenhäuser äusserten sich sehr positiv zu den Neuigkeiten und erhöhten ihre Kursziele für Meta.
Die Aktien von Oracle sackten um 3,5 Prozent ab. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, unternimmt der Software- und Datenbankkonzern Schritte, um sich vor hohen Kosten für ein riesiges Rechenzentrum zu schützen, das derzeit in New Mexico errichtet wird. Das Projekt sei von baulichen Widerständen und behördlichen Rückschlägen geprägt. Oracle habe dem Projektentwickler eine Mitteilung unter Berufung auf «höhere Gewalt» zugestellt, um damit gegebenenfalls Zahlungen aufzuschieben, falls das Rechenzentrum nicht wie geplant im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden könne.
Die Papiere von Dropbox gehörten mit minus 4,6 Prozent ebenfalls zu den klaren Verlierern. Sie wurden von der Citigroup zum Verkauf empfohlen. Analyst Steven Enders glaubt, dass die Aktie zu viel vorweggenommen habe, mit Blick auf die Chancen in puncto KI-Strategie des Speicherplatzanbieters. Vor einigen Tagen hatte der Kurs das höchste Niveau seit der Frühphase des Börsengangs im Jahr 2018 erreicht.
Die Titel von MGM Resorts verzeichneten einen Kursrückgang von 11 Prozent. Der bislang mit einem Minderheitsanteil beteiligte Medienkonzern People hat seine Übernahmeofferte für die restlichen Anteile an der Hotel- und Casinokette zurückgezogen.
Für die Anteilsscheine von Everpure ging es um gut 11 Prozent nach oben. Der Anbieter von Flash-Speichern und Datenmanagement-Lösungen überzeugte die Anleger mit seinem mittelfristigen Umsatzausblick.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

