06:20
Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank vorbörslich 0,3 Prozent höher gestellt, nachdem der Leitindex am Dienstag mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 13’809 Punkte schloss.
+++
05:30
An den asiatischen Börsen haben sich die Anleger am Mittwoch vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve zurückgehalten. Die Aktienmärkte zeigten sich uneinheitlich, nachdem sie vier Tage in Folge nachgegeben hatten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio gab 0,1 Prozent nach. Die Börse in Schanghai verlor ebenfalls 0,1 Prozent. Dagegen legte die Börse in Südkorea um 0,8 Prozent zu. Händler gehen fest von einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte aus. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird dem FedWatch-Tool der CME Group zufolge auf 92,4 Prozent geschätzt. Zudem drückten die gestiegenen Renditen für US-Staatsanleihen und die hohen Ölpreise auf die Stimmung, sagten Händler.
+++
05:00
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, in der Nähe eines Zwei-Wochen-Hochs. Der Dollar gewann 0,1 Prozent auf 155,29 Yen. Zum chinesischen Yuan legte er leicht auf 6,7106 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er auf 0,8189 Franken vor. Der Euro notierte fast unverändert bei 1,1540 Dollar und zog leicht auf 0,9450 Franken an.
+++
04:45
Die Ölpreise gaben am Mittwoch nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 108,14 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,9 Prozent schwächer bei 104,85 Dollar. Am Dienstag waren die Preise noch um fast drei Prozent gestiegen. Händler verwiesen auf Berichte, wonach die Verladung von Rohöl im saudischen Exporthafen Yanbu am Roten Meer ausgesetzt worden sei.
+++
01:00
Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,63 Prozent tiefer mit 52'093,11 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,45 Prozent auf 7585,73 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,65 Prozent auf 28'938 Punkte. Er war zu Wochenbeginn wegen der Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI), die besonders die Halbleitertitel belastet hatte, stärker als die anderen Indizes unter Druck geraten. Diese konnten sich nun teilweise etwas erholen.
Auf der dritten Zinssitzung der Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh dürfte dieser am Mittwoch erstmals die Leitzinsen anheben. An den Finanzmärkten geht angesichts der hohen Inflation eine Mehrheit von über 90 Prozent von einer Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte aus. Die Spannung bleibt aber gross, da Warsh auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtet.
Getrieben wird die Inflation vor allem durch höhere Energiepreise. Der Ausblick ist hier düster. Eine Trendwende ist angesichts der jüngsten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wie schon am Montag über die viel beachtete Marke von fünf Prozent.
Die Debatte habe sich von der Frage, ob die Fed die Zinsen anheben werde, «hin zu der Frage verlagert, in welchem Umfang eine (geldpolitische) Straffung in diesem Zyklus erforderlich sein wird, um die Preisstabilität wiederherzustellen», sagte Seema Shah von Principal Asset Management. Ein nur einmaliger Zinserhöhungsschritt sei unwahrscheinlich.
Derweil betonte Brock Weimer vom Finanzdienstleister Edward Jones, dass sich die Inflation gegenüber ihrem Höchststand von 2022 deutlich abgeschwächt habe. «Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass eine erneute Straffung durch die Fed in Umfang und Dauer begrenzt sein wird», fügte er hinzu. Er gehe nicht davon aus, «dass eine moderate weitere Zinserhöhung den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung oder den Bullenmarkt an den Aktienmärkten zum Scheitern bringen wird».
Im Nasdaq 100 belegten am Dienstag die Chiptitel Qualcomm, AMD und Marvell Technology mit Kursgewinnen von 1,3 bis 4,3 Prozent vordere Plätze. Beim Branchenriesen Nvidia reichte es nur für ein Plus von 0,6 Prozent.
Aus dem Stahlbereich legten Steel Dynamics dank positiver Branchennachrichten um 2 Prozent zu. Aus einer Mitteilung des chinesischen Stahlverbands auf der Plattform WeChat geht laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor, dass führende chinesische Stahlhersteller gemeinsam zu strengeren Produktionsbeschränkungen und einem Abbau der Lagerbestände aufgerufen haben. In einer Erklärung heisst es, nach Jahren des Wachstums trete die Branche in China in eine Phase der «Reduzierung und Optimierung» ein. Börsianer versprechen sich davon auch international etwas Entlastung beim Preisdruck aus China, was positiv für die Stahlpreise am Weltmarkt sei.
Aktien aus dem Kryptowährungssektor hingegen gerieten unter Druck. Der Bitcoin weitete seine Kursverluste etwas aus, nachdem der US-Senat ein umfassendes Regulierungsgesetz blockiert hatte. Für die Aktien der Kryptowährungs-Plattform Coinbase ging es im Sog dieser Entwicklung um rund 10 Prozent nach unten. Die Anteile des Softwareherstellers Strategy , der den Bitcoin als Hauptreserve für sein Kapital etabliert hat, büssten 5,4 Prozent ein
(cash/Reuters/Bloomberg/AWP)
