06:50

Der Ölpreis hat am Dienstag im frühen Handel leicht zugelegt, blieb aber unter dem am Montagmorgen erreichten Hoch. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um 0,75 Prozent auf 104,99 Dollar. Am Montagmorgen war der Preis für die weltweite Referenzsorte um fast fünf Prozent auf 105,99 Dollar geklettert. Im Tagesverlauf gab der Preis für Brent-Öl einen Teil seiner Gewinne ab. In der Nacht auf Dienstag gab es keine marktbewegenden Nachrichten über die Lage im Iran-Krieg, auch wenn US-Präsident Donald Trump den Ton wieder einmal verschärfte.

Die inzwischen seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe mit dem Iran hängt nach Trumps Einschätzung nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der «dämliche Vorschlag» aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. «Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.» Trump sagte, die Feuerpause liege quasi auf der Intensivstation, wo ein Arzt hereinkomme und sage: «Sir, Ihr Angehöriger hat eine Überlebenschance von etwa einem Prozent». Dennoch glaube er weiterhin, dass eine diplomatische Lösung noch möglich sei, sagte er auf Nachfrage eines Journalisten.

In dem vom Iran vorgelegten Plan heisst es laut Staatsmedien, dass die USA Reparationen für die angerichteten Kriegsschäden im Iran zahlen müssten. Die Islamische Republik fordert demnach auch die volle Souveränität über die Strasse von Hormus, ein Ende der Sanktionen gegen das Land und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte. Keine Rolle spielte in der Antwort laut den Berichten der Streit über das iranische Atomprogramm.

Am Montagabend (Ortszeit) wollte Trump mit seinem Team für nationale Sicherheit das weitere Vorgehen erörtern, wie das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Neben Vizepräsident JD Vance sollten demnach auch der Sondergesandte Steve Witkoff, CIA-Chef John Ratcliffe, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Aussenminister Marco Rubio und Generalstabschef Dan Caine an dem Treffen teilnehmen.

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06:20

Der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, tendiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,41 Prozent tiefer bei 13'003 Punkten.

Die Unternehmensberichterstattung für das erste Quartal neigt sich zusehends dem Ende entgegen. Am Dienstag legen Tecan, PSP Swiss Property sowie SoftwareOne und später der Sportartikelhersteller On ihre Zahlen vor. 

Zudem stehen die Inflationszahlen in den USA auf dem Programm. Der Nahost-Krieg katapultiert die Inflationsrate in den USA voraussichtlich weiter in ​die Höhe. Von Reuters befragte Experten erwarten für April einen Anstieg der Teuerungsrate auf 3,7 Prozent. Im März hatte sie bei 3,3 Prozent gelegen. Die US-Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt konstant gehalten. Angesichts der Folgen des Iran-Kriegs auf die Wirtschaft und insbesondere auf ‌die Energiepreise gilt eine baldige Zinssenkung als ​sehr unwahrscheinlich. 

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05:40

Schwindende Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Konflikt treiben die Ölpreise in Asien hoch und stützen den Dollar. Gleichzeitig kühlt sich der jüngste Höhenflug bei Chip-Aktien ab. Die Anleger blicken nun auf die kommenden US-Inflationsdaten.

In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 62'805,4 Punkte zu und der breiter ‌gefasste Topix notierte ⁠0,6 Prozent höher bei 3865,7 Zählern.

Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4227,8 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,3 Prozent ⁠auf 4968,4 Punkte. «Anleger verkauften Chip-Aktien, nachdem sie einen starken Einbruch am südkoreanischen Markt gesehen hatten, der von Kursverlusten bei Chip-Werten angeführt wurde», sagte Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. Die Aktien von Advantest und Tokyo Electron ‌fielen um jeweils 0,3 Prozent. Die Papiere des Uniqlo-Eigentümers Fast Retailing gaben um 3,2 Prozent nach.Gegen den Trend sprangen die Titel ‌von Ibiden um elf Prozent in die Höhe, nachdem der Hersteller von Smartphone-Komponenten seine ​Jahresumsatz- und Gewinnprognosen angehoben hatte. Der Technologie-Investor SoftBank Group legte vor der Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse am Mittwoch um 3,6 Prozent zu. Von den mehr als 1600 Aktien, die am Prime Market der Tokioter Börse gehandelt werden, stiegen 36 Prozent, während 60 Prozent fielen und drei Prozent unverändert notierten.

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05:15

Am Devisenmarkt stieg der Dollar auf 157,60 Yen. US-Finanzminister Scott Bessent hält sich zu Gesprächen mit hochrangigen japanischen Regierungsvertretern in Tokio auf. Es wird vermutet, dass Japan zuletzt mit Interventionen im Wert von fast zehn Billionen Yen (63,5 Milliarden Dollar) die ‌eigene Währung gestützt hat. Vor diesem Hintergrund traf sich US-Finanzminister Scott Bessent mit seiner japanischen Amtskollegin Satsuki Katayama in Tokio. Japanische Politiker hoffen, dass eine Unterstützung Bessents ihren Interventionen mehr Gewicht verleihen und den Verfall des Yen verlangsamen könnte. Katayama äusserte sich am Dienstag gegenüber Reportern jedoch nicht explizit zu einer Unterstützung der USA für die japanischen Währungsinterventionen. «Wir sind uns einig, dass wir ​uns bei den jüngsten Marktbewegungen, einschliesslich der Wechselkurse, sehr gut abstimmen», sagte die japanische Finanzministerin.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 ​Prozent auf 157,60 Yen und legte leicht auf 6,7928 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 ​Prozent höher bei 0,7796 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1760 Dollar und zog leicht auf 0,9170 Franken an.

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04:50

Die Ölpreise sind im frühen asiatischen Handel gestiegen. Grund dafür sind die stockenden Verhandlungen ‌über ein Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag gesagt, der Waffenstillstand mit dem Iran stehe «auf der Kippe».

Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,0 Prozent auf 105,29 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent fester bei 99,17 Dollar. Die teilweise Schliessung der Strasse von ​Hormus hat ​die Produzenten veranlasst, ihre Ölexporte zu drosseln.

Laut einer Reuters-Umfrage vom Montag ist die OPEC-Ölförderung im ⁠April auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahrzehnten gefallen. Der Chef von Saudi Aramco, Amin Nasser, ​warnte, die Unterbrechungen der Ölexporte durch die ⁠Meerenge könnten eine Rückkehr zur Marktstabilität bis 2027 verzögern. Dies entspreche einem Verlust von etwa 100 Millionen Barrel Öl pro Woche. «Solange die Verhandlungen zwischen den USA und dem ‌Iran ergebnislos bleiben und die physischen Ströme durch die Strasse von Hormus eingeschränkt sind, dürften sich die Ölpreise über 100 Dollar halten», schreibt Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade, in einer E-Mail. «Ein echter Durchbruch zu einem Friedensabkommen könnte eine scharfe Korrektur von acht bis zwölf Dollar auslösen, während jede Eskalation ‌oder erneute Blockadedrohungen Brent schnell wieder in Richtung 115 Dollar und mehr treiben würden».

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23:00

Der Leitindex Dow stieg um 0,19 Prozent auf 49'704,5 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,19 Prozent auf 7412,8 Zähler nach oben. Der Nasdaq 100 gewann 0,29 Prozent auf 29'320,66 Punkte.

Mangelnde Fortschritte in den Gesprächen rund um eine Beendigung des Iran-Kriegs liessen die Anleger vorsichtig agieren. Sie warteten zudem auf die am Dienstag anstehenden Inflationszahlen. Diese könnten Hinweise darauf liefern, wie sich die höheren Ölpreise auf die Kaufkraft auswirken und was sich daraus für die Geldpolitik ableiten lässt.

Der Weg zur Wiederöffnung der für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus bleibe ungewiss, schrieben Experten der Grossbank UBS um den Investmentchef Mark Haefele. US-Präsident Donald Trump und der Iran hatten jeweils Friedensvorschläge der Gegenseite zur Beilegung des militärischen Konflikts als nicht akzeptabel zurückgewiesen.

Nach den jüngsten Worten Trumps hängt die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der «dämliche Vorschlag» aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. «Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe.»

Was trotz der Iran-Bedenken nicht nachlässt, ist das grundsätzliche Interesse der Anleger an den Profiteuren der KI-Bewegung, die vor allem aus dem Chipsektor stammen. Getrieben von Euphorie mit Blick auf den Ausbau der für Künstliche Intelligenz nötigen Infrastruktur setzen Qualcomm und Micron ihre Rekordjagd fort. Letztlich gewannen die Aktien 8,4 beziehungsweise 6,5 Prozent.

Für den Kurs von Lumentum ging es an der S&P-500-Spitze um 16,5 Prozent hoch, nachdem bekannt geworden war, dass das auf optoelektrische Komponenten spezialisierte Tech-Unternehmen ab dem 18. Mai einen Platz im Nasdaq 100 erhält. Dort ersetzt werden sollen die Titel des Immobilien-Informationsdienstes Costar, die moderat zulegten.

Unter den grössten Verlierern im S&P sackten Dell um gut fünf Prozent ab, nachdem UBS seine Kaufempfehlung für die Anteilscheine gestrichen hatte. Das Verhältnis von Chancen und Risiken sei nach der Kursrally der vergangenen zwölf Monate nur noch ausgeglichen, schrieb Analyst David Vogt. Der Computerkonzern erziele zwar starkes Wachstum mit KI-optimierten Servern, doch von ihm erwartete Steigerungen der Erwartungen seien schon eingepreist.

Am Dow-Ende verloren Nike vier Prozent. Die Nachfrage nach Sportartikeln des Unternehmens in China bleibe verhalten, schrieb Aneesha Sherman vom Analysehaus Bernstein Research.

Goodyear büssten 8,5 Prozent ein. Die von dem Reifenhersteller veröffentlichten Absatzzahlen für das erste Quartal hatten die Markterwartung knapp verfehlt. Die Deutsche Bank stufte die Aktien daraufhin auf «Halten» ab.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)

Monique Misteli Ringier
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