In der neuen Börsenwoche werden mehrere Unternehmen des Swiss Performance Index (SPI) Geschäftszahlen vorlegen. Belimo wird den Umsatz 2025, Barry Callebaut den Absatz im ersten Quartal berichten. Es folgen Huber+Suhner mit den Vorlage von Umsatz und Auftragseingang 2025 sowie Mikron und Gurit, die je ebenfalls zu den Verkäufen im abgelaufenen Jahr informieren.
Weiter steht die Geopolitik im Fokus der Investoren. Nach dem ereignisreichen Jahresbeginn an Krisenschauplätzen wie Venezuela und Iran müssten die Kapitalmärkte alle Entwicklungen erst einmal verdauen, sagt Ulrich Kater, Chefökonom der DekaBank.
In der alten Woche schlugen die Börsen einen Zickzackkurs ein: Der Swiss Market Index (SMI) schloss die Woche somit nahezu unverändert 0,02 Prozent tiefer bei 13'408,39 Punkten. Jenseits des Atlantiks gingen die Börsen am Freitag ebenfalls tiefer aus dem Handel. Für den Dow Jones Industrial resultierte deshalb ein Wochenverlust von 0,3 Prozent. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ergab sich ein Wochenminus von knapp einem Prozent.
Auf die Märkte wirkten nicht nur die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland und dem Iran ein, sondern auch neu entflammte Zinssorgen nach dem US-Inflationsbericht für Dezember und der jüngste Konflikt der US-Regierung mit der Notenbank Fed.
«Angesichts der Rahmenbedingungen scheint es auf den ersten Blick verwunderlich, dass die Anleger derart optimistisch nach vorne blicken», schreiben die Experten der Helaba. Das US-Justizministerium hat dem Fed-Chef Jerome Powell mit einer Anklage gedroht. Anlass sind dessen Aussagen vor dem Kongress zu den Renovierungskosten am Hauptsitz der mächtigsten Zentralbank der Welt in Washington.
Powell sieht darin einen Vorwand, um Einfluss auf die Zinspolitik zu nehmen. «Die Erfolgsaussichten dieser Klage sind zwar gering, das Signal an künftige Notenbanker ist jedoch eindeutig: Wer nicht für niedrige Zinsen sorgt, dem macht der US-Präsident das Leben schwer», meinen die Helaba-Experten.
Chinas Konjunktur im Blick
Da die Wall Street am Montag wegen des Feiertags Martin Luther King Day geschlossen bleibt, stehen vergleichsweise wenige US-Konjunkturdaten auf dem Terminplan. Am Montag blicken Anleger vor allem auf die chinesische Konjunktur. Geplant zur Veröffentlichung in der Volksrepublik sind unter anderem Wachstumszahlen für das vierte Quartal sowie Daten zur Industrie und zum Einzelhandel im Dezember.
Im Euroraum werden endgültige Inflationszahlen für den vergangenen Monat veröffentlicht. Am Dienstag gibt der ZEW-Index für diesen Monat Auskunft über die Stimmung der deutschen Börsenprofis. Diese dürfte sich laut Experten etwas aufhellen. Am Donnerstag folgen die US-Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal und zu den Erzeugerpreisen im November.
Zum Wochenschluss stehen die Einkaufsmanagerindizes für den Industrie- und Dienstleistungssektor in Deutschland, der Euro-Zone und in den USA im Januar im Mittelpunkt. Das Barometer für den Euroraum könnte in diesem weiter fallen und damit weiter von seinem Mehrjahreshoch im November abrücken, warnen die Commerzbank-Experten. «Dies spräche gegen eine weitere Belebung der Konjunktur, auch wenn der Rückgang wohl zumindest teilweise als eine Normalisierung nach zu optimistischen Zahlen im Herbst zu interpretieren wäre.»
US-Bilanzsaison geht weiter
Auf der Unternehmensseite geht es mit der US-Bilanzsaison weiter. Nach den Quartalsergebnissen der US-Grossbanken in der alten Woche legen nun Unternehmen wie der Mischkonzern 3M, der Streamingdienst Netflix, die Konsumgüterkonzerne Johnson & Johnson und Procter & Gamble, der Pharmakonzern Abbott und der Chipkonzern Intel Zahlen vor.
(cash/Reuters)

