Bosch-Chef Stefan Hartung sagte der «Zeit» vom Donnerstag, das Wachstum werde sich 2026 in den USA und China abschwächen, und auch für Europa und Deutschland seien die Prognosen nicht gut. Dazu komme der kostspielige Stellenabbau. Im vergangenen Jahr sei der Gewinn vor Steuern deutlich niedriger ausgefallen als vom Unternehmen angestrebt und habe auch unter dem Vorjahresniveau gelegen. Schon 2024 war der Betriebsgewinn um ein Drittel auf 3,2 Milliarden Euro eingebrochen. Bosch verschärfte deshalb den Stellenabbau, vor allem in der Kernsparte Mobility mit der Autozulieferung.
«Das jetzt angelaufene Jahr wird nicht einfacher», ergänzte Hartung. Die für Investitionen nötige Rendite von mindestens sieben Prozent werde Bosch frühestens ab 2027 erreichen - bisher peilte er dieses Niveau für 2026 an. Zugleich erteilte er Börsenplänen für sein Unternehmen abermals eine Absage. In Teilbereichen könne ein Börsengang durchaus interessant sein, sagte Hartung. «Aber für Bosch als Ganzes ist das keine Option.» Bosch bleibe ein Stiftungsunternehmen.
Bosch leidet unter der Flaute im Autogeschäft und der zunehmenden Konkurrenz. Der Konzern hatte im September den Abbau von weiteren 13.000 Arbeitsplätzen in seiner Autosparte bis 2030 angekündigt und das auch mit einem zu langsamen Hochfahren von Elektromobilität, Wasserstoffantrieben oder automatisiertem Fahren begründet. Milliardenschwere Investitionen rechneten sich bisher nicht, deswegen sollen die Kosten um 2,5 Milliarden Euro jährlich gesenkt werden. Insgesamt summiert sich die Zahl der gestrichenen Stellen konzernweit auf 22.000.

