Die Gebote für das Modehaus ⁠Hugo Boss und für die australische Schuhkette Accent erschwerten eine ‌Vorhersage, teilte der Eigentümer der Kette ‌Sports Direct am ​Donnerstag mit. Der Vorstand werde zum Halbjahr die Situation für das seit Ende April laufende Bilanzjahr gegebenenfalls neu bewerten.

Zudem verfehlte der Konzern im abgelaufenen ‌Geschäftsjahr seine Gewinnziele. Der bereinigte Vorsteuergewinn sank um vier Prozent auf 538 Millionen Pfund und blieb damit ​sowohl hinter der eigenen Prognose als ​auch hinter den Erwartungen ​der Analysten zurück. Frasers leidet nach eigenen Angaben unter einer schwachen ‌Konsumstimmung und hohen Lagerbeständen, wie sie die gesamte Branche belasteten.

Die Entwicklung verdeutlicht die Risiken der ​aggressiven, auf ​Zukäufe ausgerichteten Strategie von ⁠Konzernchef Michael Murray. Die Übernahmeversuche ​waren zuletzt wenig ⁠erfolgreich. So wurde das Angebot für Hugo Boss ‌von dem deutschen Modekonzern als «finanziell unzureichend» zurückgewiesen. Auch beim australischen Schuhhändler Accent stiess die ‌Offerte auf Ablehnung.

(Reuters)