Das Industrieunternehmen Bossard hat im Geschäftsjahr 2025 den Gewinn knapp gehalten. Die Dividende soll entsprechend stabil gehalten werden. Im Ausblick auf das laufende Jahr bleibt das Zuger Unternehmen gewohnt vage, hält aber an den Mittelfristzielen fest.

Der Betriebsgewinn (EBIT) legte im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf 106,6 Millionen Franken zu, wie das auf Verbindungstechnik spezialisierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die entsprechende Marge reduzierte sich dabei um 20 Basispunkte auf 10,0 Prozent.

Das operative Ergebnis wurde nach verschiedenen Übernahmen durch Kaufpreisallokations-Effekte (PPA-Effekte) auf Vorräten und immateriellen Anlagen geschmälert. Um diese Effekte bereinigt lag die EBIT-Marge bei 10,5 Prozent.

Der Konzerngewinn lag mit 74,6 Millionen Franken um 0,8 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert. Negativ auf das Ergebnis habe sich unter anderem der starke Schweizer Franken ausgewirkt, heisst es dazu. Als Dividende sollen wie im Vorjahr 3,90 Franken brutto je Namenaktie A ausgeschüttet werden. Mit den Zahlen hat Bossard die Erwartungen der Analysten getroffen.

Starker Franken drückt Umsatz, Akquisiionen helfen

Die Entwicklung des Umsatzes wurde bereits Mitte Januar kommuniziert. Nach zwei Jahren mit schrumpfenden Umsätzen ist das Unternehmen 2025 wieder gewachsen. Allerdings haben Akquisitionen kräftig geholfen. So stieg der Umsatz insgesamt um 8,6 Prozent wieder über die Milliardenmarke auf 1,07 Milliarden Franken.

Bereinigt um Währungseinflüsse, lag das Umsatzwachstum in Lokalwährungen gar bei 12 Prozent. Unter Ausklammerung der Akquisitionen der deutschen Ferdinand Gross Gruppe, der französischen Aero Negoce International und der Dejond Fastening aus Belgien ergab sich ein moderates organisches Wachstum von 2 Prozent. Dabei hat sich das Wachstumstempo im zweiten Semester beschleunigt, allein im vierten Quartal resultierte ein organisches Plus von 6,8 Prozent.

Nach Regionen betrachtet resultierte im Gesamtjahr in der wichtigsten Konzernregion Europa ein organisches Minus in Lokalwährungen von 1,6 Prozent. Dennoch habe es «erfreuliche Wachstumsimpulse» aus den Bereichen Schienen-Fahrzeuge, Luft- und Raumfahrt sowie Elektronik und Energie gegeben. In den USA zogen die Verkäufe auf vergleichbarer Basis leicht an, in Asien war das Wachstum gar zweistellig.

Prognose bleibt vage

Für das Geschäftsjahr 2026 macht Bossard noch keine konkreten Prognosen. Derzeit könne nur schwer prognostiziert werden, wie sich das wirtschaftliche Umfeld in den kommenden Quartalen entwickeln werde, heisst es.

Auf Basis des zweiten Halbjahres 2025 sei für das erste Halbjahr 2026 trotz positiver Impulse aus Asien und Amerika sowie aus Wachstumsindustrien mit einer verhaltenen konjunkturellen Nachfrageentwicklung zu rechnen.

Die geltenden Mittelfristziele wurden bestätigt. So wird demnach weiterhin ein durchschnittliches jährliches organisches Wachstum von über 5 Prozent sowie eine EBIT-Marge von 12 bis 15 Prozent angestrebt.

(AWP)