Angesichts der mit dem Ölpreisschock verbundenen Inflationsgefahr scheut die britische Notenbank vor einer Zinssenkung zurück. Die Währungshüter in London entschieden am Donnerstag, den geldpolitischen Schlüsselsatz bei 3,75 Prozent zu belassen.
Die Bank of England (BoE) sieht sich weiter mit einer hohen Inflation konfrontiert. Die Teuerungsrate in Grossbritannien fiel zu Jahresbeginn zwar auf 3,0 Prozent, liegt damit aber noch deutlich über der von der BoE angepeilten Zielmarke von 2,0 Prozent.
Mit den im Zuge des Krieges in Nahost stark gestiegenen Ölpreisen droht allerdings ein Wiederanfachen der Inflation. Viele Händler an den Terminmärkten stellen sich darauf ein, dass die britische Notenbank in diesem Jahr eine Zinswende einleitet und wegen der Inflationsgefahr die geldpolitischen Zügel anziehen wird.
Grossbritannien hat bereits das höchste Leitzinsniveau in der Gruppe der sieben grössten westlichen Industrieländer (G7). Dabei hat die Notenbank die Zinsen seit Mitte 2024 bereits sechsmal gelockert - zuletzt im Dezember.
(Reuters)
