Gleichzeitig musste Bucher einen Gewinneinbruch hinnehmen. In den ersten sechs Monaten 2026 fiel der Umsatz um 4,3 Prozent auf 1,47 Millionen Franken, wie der Hersteller von Landmaschinen, Gemeindefahrzeugen oder Anlagen zur Herstellung von Säften am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Dabei machte der starke Franken dem Unternehmen zu schaffen. Währungsbereinigt wäre der Umsatz lediglich um 1,2 Prozent gesunken.
Der Betriebsgewinn (EBIT) tauchte um 41 Prozent auf 105 Millionen Franken, womit die operative Marge auf 7,1 Prozent von 11,6 Prozent im Vorjahr schmolz. Unter dem Strich sank der Reingewinn auf 88 Millionen Franken. Das ist ein Minus von 38,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die niedrigere Kapazitätsauslastung sowie Restrukturierungskosten bei Bucher Specials hätten die Betriebsgewinnmarge und das Konzernergebnis belastet, hiess es. Zudem sei ein Gewinn von 43 Millionen Franken aus dem Verkauf eines Grundstücks im Vorjahr weggefallen.
Bauern kaufen weniger Landmaschinen
Bei der grössten Division Kuhn Group, die über ein gut ein Drittel des Konzernumsatzes beisteuert, sank der Umsatz um 0,9 Prozent auf 612 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn fiel um 11,9 Prozent auf 54 Millionen Franken. Die Sparte litt darunter, dass die gestiegen Zinsen, Dünger- und Treibstoffpreise die Einnahmen der Bauern belasteten. Zudem seien im Ackerbau die Absatzpreise auf tiefem Niveau geblieben. Dies dämpfte die Kaufbereitschaft für Landmaschinen.
Auch die anderen Divisionen Gemeindefahrzeuge und Emhart Glass wiesen deutliche Rückgänge aus, während sich die übrigen Divisionen auf Vorjahresniveau bewegten.
Der Auftragseingang des Konzerns als Grundlage für künftiges Geschäft kam ebenfalls unter Druck. Die neuen Bestellungen gaben um 3,8 Prozent auf 1,24 Milliarden Franken nach. Der Auftragsbestand fiel um 5,1 Prozent auf 867 Millionen.
Mit den Zahlen hat Bucher die Erwartungen der Analysten beim Auftragseingang und Umsatz in etwa getroffen, beim Betriebsgewinn und der Marge dagegen deutlich verfehlt.
Ausblick leicht gesenkt
Den Ausblick für das laufende Jahr hat die Konzernleitung nun gesenkt. Die erwartete Nachfrageerholung sei durch die zunehmenden politischen Unsicherheiten teilweise gedämpft worden, heisst es. Für 2026 rechnet der Konzern insgesamt mit einem leicht tieferen Umsatz auf vergleichbarer Basis. Bislang hatte das Unternehmen einen stabilen Umsatz angepeilt.
Und die Betriebsgewinnmarge dürfte unter dem Vorjahresniveau liegen, nachdem bisher das Vorjahresniveau erwartet worden war (ohne Grundstücksverkauf 2025). Bucher Industries führe die Kostensparmassnahmen konsequent fort.
(AWP)

