Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 0,4 Prozent auf 281 Millionen Franken, wie der Hersteller von Landmaschinen und Gemeinde-Fahrzeugen Bucher am Dienstag mitteilte. Es enthielt allerdings noch einen Gewinn aus dem Verkauf eines nicht-betriebsnotwendigen Grundstücks in Höhe von 43 Millionen Franken.
Ohne diesen Effekt lag die Betriebsgewinnmarge bei 8,2 Prozent und damit unter dem Vorjahr (9,0 Prozent). Die Profitabilität sei insbesondere von den rückläufigen Volumen beeinflusst gewesen, heisst es dazu. An Standorten mit einer niedrigen Kapazitätsauslastung seien deshalb die initiierten Kostensenkungsmassnahmen ausgeweitet worden.
Dividende stabil
Unter dem Strich verblieb ein um 3,4 Prozent höherer Reingewinn von 235 Millionen Franken. Als Dividende sollen wie im Vorjahr 11,00 Franken je Aktie ausgeschüttet werden. Das laufende Aktienrückkaufprogramm sei zudem weit fortgeschritten und könne voraussichtlich demnächst beendet werden.
Mit den vorgelegten Zahlen hat Bucher die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Den Umsatz hatte Bucher bereits im Januar bekanntgegeben. Er ging um 7,6 Prozent auf 2,91 Milliarden Franken zurück. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte sanken die Verkäufe um 5,7 Prozent. Vom Abschwung besonders stark betroffen gewesen war die Landwirtschafts-Sparte Kuhn Group (-9,2 Prozent) sowie Emhart Glass (-19,2 Prozent).
Der Auftragseingang immerhin lag über dem Vorjahreswert, insbesondere dank einer Erholung der Märkte in Europa. Er stieg um 4,6 Prozent auf 2,88 Milliarden Franken, wobei vor allem Kuhn Group (+16,4 Prozent) und die Hydraulics-Sparte (+9,8 Prozent) einen Sprung nach vorne machten.
Seitwärtsentwicklung beim Umsatz erwartet
Für das laufende Jahr 2026 erwartet Bucher, dass sich die jüngste Erholung der Nachfrage fortsetzen wird - trotz der wirtschaftspolitischen Unsicherheiten. Insgesamt rechnet das Management mit einem stabilen Umsatz auf vergleichbarer Basis sowie mit einer Betriebsgewinnmarge ebenfalls auf Vorjahresniveau, ohne den Sondereffekt aus dem Immobilienverkauf.
Weiter gab Bucher bekannt, dass VR-Präsident Urs Kaufmann aus persönlichen Gründen an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Als Präsident soll er durch Stefan Scheiber ersetzt werden, der seit 2022 Mitglied des Gremiums ist. Scheiber war viele Jahre CEO der Bühler Gruppe.
(AWP)

