Der flächenbereinigte Umsatz von Burberry stieg in den ‌drei Monaten ‌bis zum 27. Dezember um drei Prozent und übertraf damit die Analystenprognose von zwei Prozent. Die Marketingoffensive mit Stars wie den Oscar-Preisträgerinnen Olivia Colman und Kate Winslet oder US-Schauspieler ​Lucky Blue Smith habe vor allem bei jungen Käufern ‌der Generation Z in China Anklang ‌gefunden, begründete das britische Modehaus am Mittwoch die Zuwächse. Die Nachricht liess die Burberry-Aktie in der Spitze um sieben Prozent steigen.

Der seit Juli 2024 amtierende Konzernchef Joshua Schulman will die 1856 gegründete Traditionsmarke mit einem Fokus auf Trenchcoats, Schals und ⁠dem Luxusimage sanieren. Im vergangenen Jahr hatte Burberry im Zuge des Sparkurses die Belegschaft um 20 Prozent reduziert. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiter mit einem bereinigten ​Betriebsgewinn, der dem Schnitt der Analystenprognosen von rund 150 Millionen ‌Pfund (rund 170 Millionen Euro) entspricht.

In China, einem entscheidenden ‍Markt für Luxusgüter, legte der Umsatz im abgelaufenen Quartal auf vergleichbarer Basis um sechs Prozent zu. ​Angetrieben wurde dies von einem zweistelligen Wachstum der Umsätze mit jüngeren Kunden. «Insbesondere in China wurden wir stark vom Wachstum der GenZ angetrieben», sagte Schulman in einem Pressegespräch. ‌Mit Beginn der Hochsaison für Oberbekleidung und Schals ⁠habe sich das noch einmal deutlich beschleunigt.

Die Zahlen von ‌Burberry könnten auch auf den Rest der Luxusbranche positiv wirken, kommentierten Analysten von JPMorgan die Zahlen. Denn ‍sie sorgten für Erleichterung mit Blick auf die Kauflaune von Luxuskunden, die insbesondere in China zuletzt sehr gedämpft war. Burberry zufolge war ​die Rabattphase zudem kürzer und weniger ausgeprägt als im Vorjahr. Dies ‍zeige, dass die Kunden zunehmend bereit seien, den vollen Preis zu zahlen.

(Reuters)