Der Bestellungseingang brach beim Winterthurer Industriekonzern Burckhardt Compression im Berichtsjahr deutlich ein. So trafen noch Aufträge im Wert von 784,3 Millionen Franken ein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 31,9 Prozent.
Vor allem das Neumaschinengeschäft litt unter zurückhaltenden Kunden. Dort brachen die Aufträge gar um 42,3 Prozent ein. Bei den Services betrug das Minus derweil 5,4 Prozent.
Das Unternehmen führt die Entwicklung auf Verzögerungen bei Investitionsentscheidungen infolge von US-Zöllen, geopolitischen Spannungen und dem Nahostkonflikt zurück.
Der Umsatz sank im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt um 3,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken. Dabei schrumpfte das deutlich grössere Neumaschinengeschäft um 1,4 Prozent und das kleinere Servicegeschäft um 8,2 Prozent.
Profitabilität gestiegen
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg derweil leicht um 0,2 Prozent auf 141,0 Millionen, die entsprechende Marge kletterte auf 13,3 Prozent von 12,9 Prozent im Vorjahr. Vor allem das Neumaschinengeschäft steigerte die Marge (10,7 Prozent), während das Servicebereich seine hohe Profitabilität in etwa verteidigte (24,4 Prozent).
Der Reingewinn nahm um 4,3 Prozent auf 110,1 Millionen zu. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen nun eine unveränderte Dividende von 18,00 Franken je Papier erhalten. Die Erwartungen der von AWP befragten Analysten wurden mit den Zahlen beim EBIT und Reingewinn übertroffen, während der Auftragseingang deutlich unter den Schätzungen lag.
Mittelfristziele verschoben
Im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 peilt das Management nun einen Umsatz zwischen 900 Millionen und einer Milliarde Franken und eine EBIT-Marge von rund 12 Prozent an.
Die mittelfristige Zielsetzung wird hingegen aufgrund der unsicheren Lage verschoben. Demnach sollen ein Umsatz von 1,2 Milliarden und eine EBIT-Marge von 12 bis 15 Prozent «voraussichtlich über das Geschäftsjahr 2027 hinausgehen». Ursprünglich galt das Ziel bereits für das laufende Geschäftsjahr.
(AWP)

