Der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar stellt sich für das laufende Jahr auf eine massive Belastung durch Zölle ein. Die Kosten durch Handelszölle dürften sich 2026 auf 2,6 Milliarden Dollar belaufen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Noch im Oktober war das Management von einer Belastung zwischen 1,6 und 1,75 Milliarden Dollar ausgegangen.
Trotz des Gegenwinds durch Zölle lief das operative Geschäft im vierten Quartal besser als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte auf 19,1 (Vorjahr: 16,2) Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn pro Aktie legte leicht auf 5,16 von 5,14 Dollar zu.
Rückenwind erhielt der weltgrösste Hersteller von Baumaschinen vor allem durch den KI-Boom: Da Tech-Konzerne Milliarden in neue Rechenzentren investieren, schnellt die Nachfrage nach Notstromaggregaten von Caterpillar in die Höhe. Zudem konnte der Konzern, der als Barometer für die Weltkonjunktur gilt, höhere Preise für seine Industriemaschinen durchsetzen und so die Margen stützen.
Die Zollpolitik der US-Regierung hinterliess jedoch bereits im abgelaufenen Quartal Spuren. Das operative Ergebnis fiel um neun Prozent auf 2,66 Milliarden Dollar. Grund waren Caterpillar zufolge vor allem «ungünstige Fertigungskosten» in Höhe von 1,03 Milliarden Dollar, die grösstenteils auf höhere Zölle zurückzuführen seien.

