Zudem könnte die Regierung in Peking den Kauf heimischer Chips für Künstliche Intelligenz (KI) vorschreiben, berichtete der Branchendienst «The Information» am Mittwoch unter Berufung ​auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Anweisung ‌sei in dieser Woche erteilt ‌worden.

Eine Stellungnahme von Nvidia lag zunächst nicht vor. Zuletzt zeigte sich Nvidia-Chef Jensen Huang zuversichtlich, dass chinesische Kunden den Chip bestellen würden. Er erwarte zwar keine formelle Genehmigung aus Peking, aber die ⁠Aufträge würden eingehen, sagte er. Die Nachfrage sei hoch und die Lieferketten liefen an.

US-Präsident Donald Trump hatte ein von der Vorgängerregierung verhängtes Verkaufsverbot ​für fortschrittliche KI-Chips nach China gekippt. Er hatte ‌Nvidia erlaubt, den H200-Chip an chinesische ‍Kunden zu verkaufen. Der Chipkonzern aus dem kalifornischen Santa Clara wollte Insidern zufolge noch ​vor dem chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar mit der Lieferung beginnen, was jedoch von der Zustimmung der Regierung in Peking abhing.

Der H200 ‌ist eine für den chinesischen Markt bestimmte, ⁠leistungsschwächere Variante des «Blackwell»-KI-Chips von Nvidia. Er ‌ist jedoch deutlich leistungsfähiger als der bislang für China verfügbare Chip H20. Die Regierung ‍in Peking versucht seit Längerem, die heimische Chip-Industrie zu fördern und die Abhängigkeit von westlicher Technologie zu verringern. Die ​USA sehen sich in einem Wettrennen mit China ‍um die Führungsrolle bei Künstlicher Intelligenz (KI).