Das Handelsministerium in Peking teilte am Montag mit, zehn mit dem US-Militär verbundene Firmen seien auf eine Exportkontrollliste gesetzt worden. In einer separaten Mitteilung erklärte das Finanzministerium, Massnahmen gegen 46 weitere US-Unternehmen ergriffen zu haben. Das Vorgehen sei eine Reaktion auf die «böswillige Praxis» der US-Regierung und diene der Wahrung der nationalen Sicherheit, hiess es aus dem Handelsministerium.
Zu den zehn auf der Exportkontrollliste geführten Unternehmen gehören der Motorenhersteller Aveox sowie die Produzenten von Seltenen Erden MP Materials und USA Rare Earth. Chinesischen Exporteuren ist es ab sofort untersagt, diesen Firmen sogenannte Dual-Use-Güter zu verkaufen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Laufende Exportgeschäfte müssten umgehend gestoppt werden.
Die Sanktionen des Finanzministeriums gegen die 46 anderen US-Firmen zielen dagegen auf den Import ab: Chinesischen Käufern ist es nun verboten, Produkte dieser Hersteller zu erwerben. Ausgenommen davon sind in China tätige Unternehmen mit US-Kapital.
Die Regierung in Washington hatte vor zwei Wochen ihrerseits mehrere chinesische Konzerne auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, die nach US-Einschätzung das Militär in Peking unterstützen. Davon betroffen sind der E-Commerce-Riese Alibaba, der Internet-Suchmaschinenbetreiber Baidu sowie die Autobauer BYD und NIO.
(Reuters)

