Chinas Automarkt hat 2025 spürbar an Schwung verloren. Im Dezember wurden nur noch 2,28 Millionen Neuwagen verkauft, das sind 14,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus Daten des chinesischen Branchenverbandes CPCA vom Freitag hervorgeht. Das Minus fiel damit noch stärker aus als im November und war so gross wie seit Februar 2024 nicht mehr. Eine wichtige Rolle spielte dabei, dass in vielen Regionen aus Geldmangel die Förderung von Neuwagenkäufen gekappt oder ganz gestrichen wurde. Für das Gesamtjahr meldete der CPCA zwar noch ein Absatzwachstum von 3,9 Prozent, das ist aber das geringste Wachstum seit drei Jahren.
Auch bei elektrifizierten Fahrzeugen, bei denen Elektroautos und Plug-In-Hybride zusammengezählt wurden, liess das Wachstum nach und lag mit 17,6 Prozent weniger als halb so hoch wie vor Jahresfrist. Zugleich überholten diese Autos erstmals auf Jahressicht klassische Verbrennerfahrzeuge beim Absatz. Vor allem in den Städten sind sie beliebt, weil sie bei der Zulassung bevorzugt werden. Zugleich tobt auf dem Markt ein heftiger Preiskrieg, angetrieben von massiven Überkapazitäten.
Viele chinesische Autobauer suchen entsprechend ihr Heil im Export. Mit 5,79 Millionen Autos wurden 2025 fast 20 Prozent mehr im Ausland verkauft als im Vorjahr. Die Prognosen des CPCA wurden damit deutlich übertroffen: Der Verband hatte damit gerechnet, dass das Exportwachstum 2025 auf zehn Prozent zurückgeht, von 25 Prozent im Jahr davor.
(Reuters)

