Chinas Goldimporte haben in diesem Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Bis August überstiegen die Importe 1000 Tonnen und damit bereits die Gesamtmenge des Jahres 2025. Das geht aus den jüngsten Zolldaten hervor, die bis 2017 zurückreichen. Die starke Investmentnachfrage habe die Preise im Inland bei einem leichten Aufschlag gegenüber den Weltmarktpreisen gehalten und damit Importe attraktiv gemacht, sagte Zijie Wu, Analyst bei Jinrui Futures.
Schub kam sowohl vom Einbruch der Weltmarktpreise als auch vom stärkeren Yuan: «Der Yuan ist seit Beginn dieses Jahres stark geblieben. Das schafft günstige Bedingungen für Goldimporte und ermöglicht es den Regulierungsbehörden, grosszügigere Genehmigungsquoten zu gewähren», sagte Wu. Chinesische börsengehandelte Fonds haben bis August rund 44 Tonnen Gold zusätzlich aufgebaut. Das entspricht laut der Shanghai Gold Exchange einem Anstieg von 18 Prozent seit Jahresbeginn. Globale ETFs blieben in diesem Zeitraum weitgehend unverändert.
China ist der weltweit grösste Goldkäufer. Die Nachfrage wird sowohl durch wirtschaftliche Unsicherheit als auch durch begrenztere Anlagealternativen als in anderen Ländern gestützt. Auch die verstärkten Goldkäufe der Zentralbank in den vergangenen Monaten haben die Stimmung unter Privatanlegern verbessert, sagte Wu. Die chinesische Zentralbank (PBOC) kaufte im August so viel Gold wie seit 2023 nicht mehr und setzte damit ihre Kaufserie seit fast zwei Jahren fort.
(Bloomberg)
