Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) von RatingDog für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 50,3 Punkte von 50,1 Zählern im Dezember, wie aus einer am Montag veröffentlichten Unternehmensumfrage hervorgeht. Das Barometer signalisiert mit Werten über 50 ein Wachstum. Gestützt wurde die Entwicklung von anziehenden Exportaufträgen und einer beschleunigten Produktion. Dies führte dazu, dass die Unternehmen so viele neue Mitarbeiter einstellten wie seit drei Monaten nicht mehr.
Die Daten stehen im Gegensatz zum offiziellen Einkaufsmanagerindex, demzufolge die Industrieaktivität stockte. Analysten zufolge dürften die Unterschiede in der Erhebungsmethode und bei den befragten Unternehmen zu den abweichenden Ergebnissen beigetragen haben. Der Umfrage von RatingDog zufolge stiegen die neuen Aufträge den achten Monat in Folge. Die neuen Exportaufträge legten nach einem Rückgang im Dezember wieder zu, was die Unternehmen auf eine stärkere Nachfrage insbesondere aus Südostasien zurückführten. Auf der Preisseite stiegen die durchschnittlichen Einkaufskosten auf den höchsten Stand seit September. Daraufhin erhöhten die Hersteller ihre Abgabepreise zum ersten Mal seit November 2024.
Die Geschäftsaussichten für die kommenden zwölf Monate blieben zwar positiv, der Optimismus sank jedoch auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten. Als Gründe wurden Sorgen über die Wachstumsaussichten und der steigende Kostendruck genannt. Chinas Wirtschaft war im vergangenen Jahr um fünf Prozent gewachsen und hatte damit das Regierungsziel erreicht.
(Reuters)

