Mit einem Wachstum von fünf Prozent ‌im ‌vergangenen Jahr hat Chinas Wirtschaft das offizielle Ziel der Regierung erreicht. Im ​vierten Quartal legte ‌das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ‌Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent zu, wie das Statistikamt in Peking am Montag (Ortszeit) mitteilte.

⁠Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von ​4,4 Prozent gerechnet. Jedoch ‌verlangsamte sich das ‍Wachstum im Vergleich zum dritten Quartal, ​als es noch bei 4,8 Prozent gelegen hatte. Während die Exporteure ‌trotz US-Zöllen einen Rekord-Handelsüberschuss ⁠erzielten, liess die ‌Binnennachfrage wegen der anhaltenden Immobilienkrise weiter nach.

Demografie belastet die Wirtschaft

Zugleich ist die Einwohnerzahl Chinas 2025 um 3,39 Millionen auf ‌1,405 ‌Milliarden gesunken. Damit schrumpfte die Bevölkerung das vierte Jahr in Folge, wobei sich der ​Rückgang beschleunigte, wie aus ‌am Montag (Ortszeit) veröffentlichten amtlichen ‌Daten hervorging. Die Zahl der Geburten fiel auf einen Tiefstand von 7,92 Millionen, die der Todesfälle stieg hingegen auf ⁠11,31 Millionen.

Die Entwicklung belastet die Wirtschaft des Landes und erschwert Pekings Pläne, den Binnenkonsum ​anzukurbeln. Der drohende Wegfall ‌von Hunderten Millionen Arbeitskräften setzt ‍zudem die bereits angespannten Rentenkassen weiter unter ​Druck. Die Zahl der Eheschliessungen war bereits 2024 um ein Fünftel eingebrochen, was ‌als wichtiger Vorlaufindikator für die ⁠Geburtenrate gilt.

Demografen zufolge könnten ‌die Geburten im kommenden Jahr jedoch leicht und vorübergehend ‍ansteigen, da eine Gesetzesänderung vom Mai 2025 die Eheschliessung erleichtert.