Das Management von Micron kündigte am Donnerstag an, bis 2035 250 Milliarden Dollar in den Ausbau der Produktionskapazitäten stecken zu wollen. Das sind 50 Milliarden Dollar mehr als im Juni angekündigt und 80 Milliarden Dollar mehr als ursprünglich geplant.
Drei Milliarden Dollar seien zur Stärkung der US-Lieferketten vorgesehen, hiess es weiter. Unter anderem flössen 500 Millionen Dollar als strategische Finanzierung in ein US-Werk des taiwanischen Siliziumscheiben-Herstellers GlobalWafers. Darüber hinaus hätten die beiden Unternehmen einen Liefervertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen.
Siliziumwafer sind die Grundlage für die Herstellung von Computerchips. Durch den weltweiten Bauboom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) übersteigt die Nachfrage nach diversen technischen Komponenten das Angebot. Branchenweit arbeiten Unternehmen daher mit Hochdruck am Ausbau ihrer Fertigungskapazitäten. Gleichzeitig gehen sie verstärkt dazu über, sich mit langfristigen Lieferverträgen abzusichern. Die Preise für Speicherbausteine haben sich wegen der Lieferengpässe in den vergangenen Monaten vervielfacht. Produzenten wie Micron und den südkoreanischen Konkurrenten Samsung und SK Hynix beschert diese Entwicklung ein Rekord-Quartalsergebnis nach dem anderen.
(Reuters)

