Eine feindliche Übernahme wäre das denkbar schlechteste Szenario, ⁠sagte sie am Donnerstag bei einer Konferenz der US-Investmentbank Goldman Sachs. ‌Das würde viele Werte vernichten. ‌Orlopp kritisierte das Vorgehen der ​Mailänder Grossbank, die mittlerweile mehr als 30 Prozent der Commerzbank-Anteile hält, als intransparent.

Die UniCredit hat ein Übernahmeangebot vorgelegt, das derzeit aber unter dem aktuellen ‌Aktienkurs der Commerzbank liegt. «Dieses Angebot ist nicht attraktiv.» Es bräuchte einen signifikanten Aufschlag zum Aktienkurs. Deswegen kümmere ​sich der Vorstand der Commerzbank um Alternativen. ​Die Bank könne eigenständig Wert ​für die Aktionäre schaffen.

Die Frankfurter Commerzbank hat bei ‌der Bonner Finanzaufsicht Bafin Bedenken wegen des Übernahmeangebots angemeldet. An Dienstag hatte UniCredit mitgeteilt, dass ihr 7,58 Prozent ​der ​Commerzbank-Aktien angedient worden seien. Damit ⁠würde die UniCredit über ​die wichtige Schwelle ⁠von einer Beteiligung von 30 Prozent rutschen. Weil ‌der Wert der Offerte derzeit unter dem aktuellen Aktienkurs der Commerzbank liegt, gibt es ‌eigentlich keinen Grund für Aktionäre, das ​niedrigere Angebot anzunehmen.

(Reuters)