Continental sagte am Mittwoch Erlöse von 17,3 bis 18,9 Milliarden Euro voraus, nach einem Konzernumsatz von 19,7 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr. Die Gewinnmarge dürfte sich dagegen auf 11 bis 12,5 Prozent verbessern von 10,3 Prozent 2025.
Das Unternehmen begründete das mit dem wachstumsstarken Geschäft mit Premiumreifen ab 18 Zoll, voraussichtlich niedrigeren Rohstoffpreisen und einer prognostizierten Erholung der Industriemärkte ab dem zweiten Halbjahr. Finanzchef Roland Welzbacher verwies allerdings auf die Zölle und negative Wechselkurseffekte, die das Ergebnis 2025 belastet hätten. «Auch in diesem Jahr werden diese Herausforderungen nicht verschwinden.»
2025 sank der bereinigte Betriebsgewinn um acht Prozent auf zwei Milliarden Euro, unter dem Strich blieben 1,1 Milliarden Euro Gewinn übrig. Die Dividende soll um 20 Cent auf 2,70 Euro je Aktie angehoben werden, zugleich sollen die Mitarbeiter einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag als Erfolgsbeteiligung erhalten.
Stabil entwickelte sich das Reifengeschäft, wo Continental davon profitiert, dass viele Neuwagen mit grösseren Reifen ab 18 Zoll ausgestattet werden. Diese stünden inzwischen für 62 Prozent des Geschäfts. Die zum Verkauf stehende Sparte ContiTech sei dagegen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Umsatz der Sparte sei um sechs Prozent auf 6,0 Milliarden Euro geschrumpft, die bereinigte operative Gewinnmarge um 0,8 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent zurückgegangen.

