Zwischen Januar und Juni 2026 setzte Cosmo 50,2 Millionen Euro um, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Minus von knapp 3 Prozent. Davon waren 49,6 Millionen wiederkehrend und 0,7 Millionen projektbezogen.

Konkrete Umsatzzahlen liefert Cosmo für seine Hauptprodukte zwar nicht, wohl aber die Wachstumszahlen. So hätten die wiederkehrenden Umsätze mit der Akne-Creme Winlevi gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 38 Prozent zugelegt und bei Lialda um 35 Prozent.

Der Bereich Contract Development and Manufacturing Organization (CDMO) wuchs derweil um 14 Prozent. Zum KI-unterstützten Endoskopiesystem GI-Genius, das im Vorjahr noch dreistellig gewachsen war, macht das Unternehmen hingegen keine Wachstumsangaben.

Cosmo habe die GI-Genius-Plattform im ersten Halbjahr weiter ausgebaut. Der Zeitplan für die Ausweitung der Produktion führe dazu, dass ein grösserer Anteil der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte erfasst werde, heisst es.

Steigende Betriebsausgaben

Die Netto-Betriebsausgaben stiegen derweil. Diese beziffert Cosmo mit 28,9 Millionen Euro nach 27,6 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Das Betriebsergebnis EBITDA kam nach sechs Monaten bei einem Minus von 5000 Euro zu liegen (VJ +4,9 Mio). Unter dem Strich resultierte ein deutlich grösserer Verlust nach Steuern von 4,7 Millionen Euro (VJ -2,0 Mio).

Cosmo schloss die Berichtsperiode laut den Angaben schuldenfrei mit «mehr als 205 Millionen Euro an Barmitteln, Barmitteläquivalenten und Finanzanlagen» ab.

Prognose bestätigt

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wird vom Management bestätigt. Demnach stellt das Unternehmen wiederkehrende Umsätze zwischen 98 und 102 Millionen Euro, einen Gesamtumsatz zwischen 105 und 110 Millionen sowie einen operativen Betriebsgewinn (EBITDA) zwischen 10,5 und 13,5 Millionen in Aussicht.

Erreichen will Cosmo diese Ziele unter anderem mit zweistelligen Wachstumsraten bei GI Genius und Winlevi sowie stetigem Wachstum im Gastro- und CDMO-Geschäft im zweiten Halbjahr. Ausserdem sollen Investitionen in die Phase-II-Programme zur Behandlung von Gallensäurediarrhö und distaler Colitis ulcerosa fortgesetzt werden.

Für das zweite Halbjahr wird zudem ein moderater Rückgang der Betriebskosten erwartet, da sich die Auswirkungen früherer Investitionen «normalisieren».

(AWP)