Citigroup habe schon einmal Interesse an der Übernahme von Credit Suisse Securities China (CSS) gezeigt, erklärten die mit der Situation vertrauten Personen weiter. Citi, deren Konzernchefin Jane Fraser diese Woche in China weilte, ist dabei, einen Wertpapiermakler in China zu gründen.

Eine der Personen sagte, die US-Grossbank hatte gehofft, die Entwicklung durch eine Akquisition zu beschleunigen, entschied sich dann aber, an ihrem ursprünglichen Plan festzuhalten, das Geschäft organisch zu entwickeln.

Credit Suisse besitzt 51 Prozent der verlustbringenden CSS und hat im vergangenen Jahr eine Vereinbarung zur Übernahme der Anteile ihres Partners Founder Securities getroffen. Diese Transaktion muss noch von den chinesischen Behörden genehmigt werden. Neben der Maklertätigkeit verfügt das Gemeinschaftsunternehmen über eine Lizenz für Wertpapier-Platzierungen, Eigenhandel und Anlageberatung.

Laut Jahresbericht verbuchte die Gesellschaft 2022 einen Nettoverlust von 254 Millionen Yuan (36 Millionen Dollar) und beschäftigte Ende Jahr 234 Mitarbeiter. Den Wert des Geschäfts konnte die Nachrichtenagentur Reuters vorerst nicht in Erfahrung bringen.

Gemäss den chinesischen Wertpapiervorschriften darf ein Unternehmen nicht zwei Lizenzen für Maklerunternehmen besitzen. UBS hält bereits 67 Prozent an einem profitablen Wertpapierunternehmen. Die UBS hat in Aussicht gestellt, die Übernahme der Credit Suisse am Montag zu vollziehen. Der kombinierte Konzern wird viel zu tun haben, um die Geschäfte der beiden Banken in China zu konsolidieren, wo beide Investmentbanking, Vermögensverwaltung und Fondsmanagement betreiben.

UBS, ein Sprecher von Credit Suisse und CSS sowie Citi lehnten eine Stellungnahme zu den Verkaufsplänen ab. Founder Securities und die China Securities Regulatory Commission reagierten vorerst nicht auf eine Anfrage.

(Reuters)