Mit der für Freitag geplanten Notierung an der ‌Amsterdamer ‌Börse werde eine Marktkapitalisierung von 25 Milliarden Euro angestrebt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Prag am Dienstag mit. Insgesamt sollen durch die Ausgabe von bis zu ​15,2 Prozent der Anteile 3,8 Milliarden Euro eingenommen ‌werden. Der Ausgabepreis wurde auf 25 Euro ‌je Aktie festgelegt.

CSG profitiert wie die gesamte Branche von der hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine und zunehmenden globalen Spannungen. Das Interesse der Anleger ist hoch. Die Orderbücher seien bereits gefüllt ⁠und die Nachfrage übersteige das Angebot, sagten mit dem Börsengang vertraute Personen der begleitenden Banken. Es wäre der grösste Börsengang in Amsterdam seit dem Jahr 2006.

CSG ​ist einer der am schnellsten wachsenden Rüstungskonzerne der Welt. ‌Das Unternehmen stellt Munition, Radarsysteme sowie schwere Militärfahrzeuge ‍her und expandiert in das Geschäft mit Flugzeugtriebwerken. Der Konzern befindet sich im Besitz ​des 33-jährigen Michal Strnad. Dessen Vater hatte in den 1990er Jahren mit dem Handel von altem Militärgerät aus Sowjet-Beständen begonnen.

Der Grossteil des Erlöses aus dem Börsengang ‌geht an den Eigentümer. Strnad sollen netto ⁠knapp drei Milliarden Euro zufliessen, während CSG selbst ‌rund 724 Millionen Euro für allgemeine Unternehmenszwecke zur Verfügung stehen werden. Sein Anteil wird nach der ‍Aktiennotierung auf knapp 85 Prozent sinken. Für das laufende Jahr rechnet CSG mit einem Umsatzanstieg auf 7,4 bis 7,6 Milliarden Euro. ​Ab 2027 will der Konzern 30 bis 40 Prozent ‍des Nettogewinns als Dividende ausschütten.

(Reuters)