Den Umsatz steigerte Curatis im vergangenen Jahr dank neuer Verträge auf 10,8 Millionen Franken nach 9,5 Millionen im Jahr zuvor, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag hiess. Die Einnahmen setzen sich aus Produkterlösen von 10,3 Millionen und Serviceerlösen von 0,5 Millionen zusammen.

Mit den steigenden Einnahmen gelang es Curatis, die Verluste deutlich einzudämmen. So ging der operative Verlust auf 1,5 Millionen Franken von 3,3 Millionen im Vorjahr zurück. Und der Nettoverlust kam bei 1,4 Millionen zu liegen nach einem Minus von 4,3 Millionen.

Die Liquiditätslage bleibe derweil «komfortabel», hielt das Unternehmen weiter fest. Die liquiden Mittel von Curatis lagen Ende 2025 bei 1,9 Millionen Franken, nach 2,0 Millionen Ende Juni und 3,0 Millionen vor Jahresfrist.

Erfolge mit Hoffnungsträger

Der Hoffnungsträger im Portfolio von Curatis heisst Corticorelin. Mit dem Kandidaten seien Meilensteine erreicht worden, hiess es. So seien vergangenen Herbst nach einem Treffen mit der US-Gesundheitsbehörde FDA die klinischen Pläne validiert worden, was den Weg zum Antrag für eine zulassungsrelevante Studie bei Patienten mit Peritumoralem Hirnödem (PTBE) ebne.

Die Phase-3-Studie soll laut den Angaben ein adaptives Studiendesign nutzen, bestehend aus einem Einleitungs- und einem Bestätigungssegment zur Dosisoptimierung.

Zudem schloss Curatis zuletzt im März in Japan mit der Firma Neupharma eine Lizenzvereinbarung für Corticorelin ab. Das Team von Neupharma verfüge über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung und erfolgreichen Vermarktung von Spezialmedikamenten und Orphan-Medikamenten, so die Mitteilung. In Japan soll Corticorelin zunächst für Kinder und Jugendliche entwickelt werden.

Dabei wird Neupharma eine zulassungsrelevante klinische Studie in Japan finanzieren und durchführen, um den Zulassungsantrag in Japan zu unterstützen. Curatis winken Vorab- und Meilensteinzahlungen für das Erreichen regulatorischer und kommerzieller Ziele von bis zu 83,5 Millionen Franken sowie Lizenzgebühren auf zukünftige Umsätze in Japan von bis zu 20 Prozent.

Break-Even-Ziel bestätigt

Mit Blick nach vorne rechnet Curatis mit weiterem kräftigem Wachstum. Im Jahr 2026 sollen die Umsätze um über 25 Prozent wachsen. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen das Ziel, noch im laufenden Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen zu können.

Die Curatis Holding war im April 2024 aus dem finanziell angeschlagenen Biotechunternehmen Kinarus hervorgegangen. Dazu wurde ein sogenannter Reverse Split, verbunden mit einer Kapitalherabsetzung, einer Kapitalerhöhung, der Umfirmierung sowie der Sitzverlegung nach Liestal, durchgeführt.

(AWP)