Der neue Standort in Cheb nahe der deutschen Grenze solle Ende ‌des Jahrzehnts in Betrieb gehen und «künftig ‌einen Teil des heutigen Produktionsprogramms aus ​Wörth und Aksaray abdecken», teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dabei komme es zu einer Neuverteilung der Produktionsvolumina in den verschiedenen Daimler-Truck-Werken. Der Standort Wörth in Rheinland-Pfalz bleibe aber «Leit- und Volumenwerk». ‌Zum Produktionsverbund gehören auch Fabriken in Aksaray (Türkei) und Molsheim (Frankreich).

In Cheb will Daimler Truck Fahrzeuge mit konventionellen und alternativen Antrieben montieren. Daimler Truck werde ​dazu in den kommenden Jahren einen niedrigen bis ​mittleren dreistelligen Millionenbetrag in den neuen ​Standort investieren. Lackierte Rohbau-Kabinen sollen aus Wörth zugeliefert werden. Nach aktuellen Planungen soll ‌der Standort eine Produktionskapazität von rund 25.000 Einheiten pro Jahr erreichen. Gut 1000 Arbeitsplätze in den Bereichen Fertigung, IT, Qualitätskontrolle und Instandhaltung ​sollen ​dort entstehen.

Das Werk Wörth, ⁠in das der Konzern bis 2030 ​rund eine Milliarde Euro ⁠investieren will, bleibe «Volumenwerk mit einer jährlichen Produktion im mittleren bis ‌hohen fünfstelligen Bereich», teilte der Konzern mit. Dort würden auch die Aktivitäten von Daimler Truck im Verteidigungsbereich massgeblich angesiedelt. ‌Der deutsche Konzern gehört mit weltweit mehr ​als 40 Produktionsstätten zu den grössten Lkw-Herstellern der Welt.

(Reuters)